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  • · Fachbeitrag · Läsionen

    Perforationsdeckungen mit MTA ‒ nicht immer erfolgreich

    | In einer retrospektiven Arbeit wurde der Behandlungserfolg von Perforationsdeckungen mit MTA (Mineral Trioxid Aggregat ‒ ProRoot ® ) in einer Spezialistenpraxis für Endodontie untersucht. Aus den Ergebnissen kann abgeleitet werden, dass Perforationsdeckungen bei Läsionen im Bereich der Perforation mit einer deutlich geringeren Erfolgsrate einhergehen. Bei Zähnen mit einer Verbindung der Mundhöhle zur Perforation scheint ein zahnerhaltender Behandlungsversuch kaum erfolgversprechend. |

     

    Der Behandlungserfolg wurde anhand röntgenologischer und klinischer Befunde beurteilt (keine Läsion im Bereich der Perforation, keine apikale Parodontitis, keine klinischen Symptome, keine Resorption, kein Funktionsverlust). Die Auswertung erfolgte durch zwei unabhängige Begutachter. Insgesamt lag die Erfolgsrate der untersuchten Behandlungen bei 73,3 Prozent. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Erfolg der Perforationsbehandlung mit MTA und dem Vorhandensein einer präoperativen Läsion im Bereich der Perforation. Zähne mit einer präoperativen Läsion hatten eine geringere Erfolgsrate (57,8 Prozent versus 88,9 Prozent). Außerdem hing der Behandlungserfolg signifikant mit dem Vorhandensein einer Verbindung der Perforation zur Mundhöhle zusammen. Zähne mit einer Verbindung wiesen die geringste Erfolgsrate auf (0 Prozent versus 76,7 Prozent).

     

    Quelle

    • Krupp C et al. Behandlungserfolg von Perforationsdeckungen mit MTA. 2. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET). Leipzig, 1.-3. November 2012
    Quelle: Ausgabe 01 / 2013 | Seite 12 | ID 37354130