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·Fachbeitrag ·Temporäres Füllungsmaterial

Freiburger Wissenschaftler warnen: Coltosol F® lässt die Zähne brechen

| Kann das provisorische Verschlussmaterial Coltosol F® (Colténe Whaledent) Frakturen endodontisch vorbehandelter Zähne provozieren? In Versuchsreihen der Universität Freiburg traten an insgesamt 25 von 33 getesteten Zähnen Frakturen der Zahnhartsubstanz auf – was 76 Prozent entspricht. |

 

In dieser In-vitro-Studie kam es bei endodontisch vorbehandelten Molaren, die mit einer zweiflächigen Coltosol F®-Füllung versehen wurden, innerhalb der ersten fünf Tage nach der Restauration zu Zahnfrakturen. Bei Restauration der zweiflächigen Kavitäten unter Verwendung eines Komposits traten keine Frakturen auf.

 

Das Wurzelkanalsystem von 99 extrahierten Molaren wurde maschinell aufbereitet und als medikamentöse Einlage Kalziumhydroxid eingebracht. Anschließend wurden definierte okklusal-distale Kavitäten präpariert. Die Versuchszähne wurden bei 37° C und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit über 14 Tage aufbewahrt und täglich untersucht.

 

In der Gruppe mit dem Füllungsmaterial Coltosol F® (Coltène Whaledent) – einem Zinkoxid-Zinksulfat-Zement – traten an insgesamt 25 von 33 Zähnen Frakturen der Zahnhartsubstanz auf. Davon waren 21 Kronenfrakturen und 4 Kronen-Wurzelfrakturen. In den anderen Versuchsgruppen (2 mm Coltosol F®, darüber Komposit bzw. nur Komposit) wurden keine Frakturen beobachtet.

 

Quelle

  • Tennet C et al. Können provisorische Verschlussmaterialien Frakturen endodontisch vorbehandelter Zähne provozieren? 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung und 2. Gemeinschaftstagung der DGZ und der DGET mit der DGPZM und der DGR2Z, München, 12.-14. November 2015.
Quelle: Ausgabe 01 / 2016 | Seite 1 | ID 43778495