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  • 01.12.2006 | Repetitorium

    Was bedeuten die Fluorid-Leitlinien für die tägliche Praxis?

    von Prof. Dr. E. Hellwig, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg

    In Deutschland ging es bei der Erstellung der Fluoridleitlinie in erster Linie darum, die unterschiedlichen Auffassungen zu Fluoridierungsmaßnahmen, die bei einer Vielzahl von Pädiatern und Zahnärzten existierten, zu nivellieren. Insbesondere galt es, die Frage zu klären, ob eine Tablettenfluoridierung (Fluoridsupplementierung) als Standardmaßnahme zur Kariesprävention heute noch geeignet ist oder ob eine fluoridhaltige Zahnpasta empfohlen werden kann.  

     

    In der Praxis gilt es zunächst, werdende Eltern über die Möglichkeiten der Fluoridierung aufzuklären. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die posteruptive Wirksamkeit von Fluoridierungsmaßnahmen im Vordergrund steht. Letztlich müssten die Eltern dann entscheiden, ob sie bei ihrem Kind zunächst nach dem Durchbruch des ersten Milchzahnes Fluoridtabletten anwenden wollen oder ob das Putzen mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta im Vordergrund steht.  

     

    Fluoridtabletten sollten entsprechend den Vorgaben der DGZMK verordnet und gelutscht werden (siehe Gebrauchsanweisung). Das Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta ist jedoch vorzuziehen, da hier gleichzeitig Mundhygienemaßnahmen trainiert werden. Ergibt die zahnärztliche Kontrolle bei den Kindern keine erhöhte Kariesaktivität, so sind diese Maßnahmen ausreichend.