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·Fachbeitrag ·Prävention

G-BA-Richtlinien: Zahnärztliche Prävention für Kinder wird deutlich gestärkt

| Das Bundesministerium für Gesundheit hat Ende September unter Auflagen einen wichtigen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Neufassung der ärztlichen Kinder-Richtlinien genehmigt. Damit werden in den Richtlinien künftig vom 6. bis zum 64. Lebensmonat insgesamt sechs Verweise vom Kinderarzt zum Zahnarzt verankert. |

 

Neuregelungen für Verweise zur zahnärztlichen Vorsorge

In den ärztlichen Kinder-Richtlinien sollen künftig folgende Verweise zu zahnärztlichen Untersuchungen enthalten sein:

  • im Zeitraum der U5 (6. bis 7. Lebensmonat) zur Abklärung von Auffälligkeiten an Zähnen und Schleimhaut,
  • im Zeitraum der U6 (10. bis 12. Lebensmonat) zur Abklärung von Auffälligkeiten an Zähnen und Schleimhaut,
  • im Zeitraum der U7 (21. bis 24. Lebensmonat) zur Abklärung von Auffälligkeiten im Kieferwachstum und an Zähnen und Schleimhaut,
  • im Zeitraum der U7a (34.bis 36. Lebensmonat) zur zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchung,
  • im Zeitraum der U8 (46. bis 48. Lebensmonat) zur zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchung,
  • im Zeitraum der U9 (60. bis 64. Lebensmonat) zur zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchung.

 

Bevor die Regelungen in der Versorgung wirksam werden, muss der G-BA diese noch im „Gelben Kinderuntersuchungsheft“ umsetzen, in dem die Kindervorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 dokumentiert werden.

 

Weitere Früherkennungsregelungen in Arbeit

Die enge Verbindung bestehender zahnärztlicher und kinderärztlicher Prävention ist ein wichtiger Schritt vor der Einführung weiterer zahnärztlicher Früherkennungsuntersuchungen vor dem 30. Lebensmonat, mit deren Regelung der Gesetzgeber den G-BA bereits beauftragt hat.

 

  • Hintergrund

Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres haben in Deutschland nach dem Sozialgesetzbuch einen Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten, die ihre körperliche oder geistige Entwicklung in nicht geringfügigem Maße gefährden (§ 26 SGB V). Die Untersuchungen finden in festgelegten Abständen als ärztliche Untersuchungen (U1 bis U9) sowie als spezifische zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen (FU) statt.

 

Quelle

  • Beschluss des G-BA „Kinder-Richtlinien: Formale und inhaltliche Überarbeitung (Neustrukturierung) ‒ Neufassung“ vom 18.06.2015.

 

Literatur

Quelle: Ausgabe 11 / 2015 | Seite 2 | ID 43661611