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  • 01.07.2006 | Parodontologie/Laserzahnheilkunde

    PAR: Photodynamische Therapie alsAlternative zu Antibiotika?

    Die Elimination von bakteriellen Erregern bei der Parodontitis marginalis und Periimplantitis ist der wichtigste Punkt einer erfolgreichen Therapie. Durch die photodynamische Therapie (PDT) werden die Leitkeime der Parodontitis marginalis und Periimplantitis (A. actinomycetem comitans, B. forsythus, P. gingivalis, Pr. intermedia, Pr. gingivalis, T. denticola) bis zu über 92 Prozent eliminiert – und dies über eine Zeitspanne von vier bis sechs Monaten.  

     

    Bei der PDT werden die Keime mit einem Photosensitizer für die anschließende Laserbestrahlung empfindlich gemacht. An einem Fallbericht zeigte Vock die Anwendung der PDT (HELBO theralite® Laser: 660 nm, 40 mW, cw; HELBO blue photosensitizer®; HELBO 3D packet probe®) bei einer Parodontitis marginalis und die Verlaufskontrolle der Bakterienbesiedelung mittels Poolanalyse durch real-time PCR (meridol perio diagnostics®). Die Auswertung zeigte, dass direkt nach der PDT die Leitkeime zu 99 Prozent eliminiert sind und auch bis zur Reevaluation acht Wochen danach auf diesem Stand bleiben, so der Autor. 

     

    Praxistipp

    Ein wichtiger Vorteil gegenüber einer Antibiotikatherapie ist, dass weder Nebenwirkungen noch Resistenzbildungen auftreten können. Die sichere, einfache und erfolgreiche Anwendung der Photodynamischen Therapie bietet dem Praktiker ein mögliches Konzept zur langfristigen und nicht chirurgischen Therapie der Parodontitis marginalis und Periimplantitis. Die Photodynamische Thrapie kann bei entsprechender Instruktion an die Dentalhygienikerin oder Prophylaxeassistentin delegiert werden. 

    M Vock: Die photodynamische Therapie (PDT): Ein Fallbericht über die Behandlung der Parodontitis marginalis mit Hilfe der PDT unter der Verlaufskontrolle mittels Bakterienbestimmung. 10th Meeting of ISLD & 15. Jahreskongress der DLG, Berlin vom 18. bis 20. Mai 2006  

    Quelle: Ausgabe 07 / 2006 | Seite 11 | ID 111148