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  • · Fachbeitrag · Parodontitis

    Gibt es so wenig orale Manifestationen der Psoriasis? Oder werden sie nur nicht erkannt?

    | Es erscheint seltsam, dass die Existenz der oralen Psoriasis so selten ist. Andere papulosquamöse Erkrankungen ‒ wie z. B. Lichen planus ‒ sind häufig mit oralen Manifestationen assoziiert, aber orale Psoriasis ist selten angesichts der Prävalenz der Hautkrankheit. |

     

    Warum ist die orale Psoriasis so selten?

    Eine Erklärung ist, dass orale Läsionen asymptomatisch sind und deshalb nicht die Aufmerksamkeit des Klinikers erregen. Eine andere Erklärung liefert die Psoriasis selbst, bei der die Hautzellen schneller reifen und abgestoßen werden als üblich: Die epitheliale Umschlagszeit ist mit drei bis sieben Tagen signifikant erhöht bei psoriatischen Plaques, während der normale Epithelumsatz 28 Tage beträgt. Einige Stimmen weisen darauf hin, dass diese ungewöhnlich erhöhte Umschlagszeit in der Psoriasis dem der normalen regenerativen Zeit des oralen Epithels nahekommt ‒ dies könne für das Fehlen von offensichtlichen Veränderungen in der Mundschleimhaut von Patienten mit Psoriasis verantwortlich sein.

     

    Auch wenn in der Literatur Kontroversen darüber vorliegen, ob Läsionen der oralen Psoriasis vorhanden sind, gibt es hinreichende Anzeichen dafür, dass eine Untergruppe von Patienten orale Läsionen aufweist: Dieses Auftreten ist häufiger bei Patienten mit schweren Formen der Psoriasis, wie der generalisierten pustulösen Psoriasis.