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·Article ·Parodontitis

Es gibt ein Wechselspiel zwischen chronisch-systemischer Entzündung und Parodontitis

| Parodontitis stellt eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates dar. Ein Einfluss chronisch erhöhter systemischer Entzündungswerte auf die Entwicklung und das Voranschreiten dieser Erkrankung ist daher zwar denkbar, bisher jedoch noch nicht sicher nachgewiesen. |

 

In einer Studie der Universität Greifswald wurde der Langzeiteinfluss von Entzündungswerten (Fibrinogen und Leukozyten) auf die Entwicklung und das Voranschreiten von Parodontitis untersucht. Insgesamt wurden dabei Daten von 1.784 Teilnehmern der Study of Health in Pomerania (SHIP) ausgewertet. Alle Teilnehmer waren zu Beginn der Studie und ca. elf Jahre später erneut untersucht worden. Es zeigte sich, dass über den Untersuchungszeitraum von elf Jahren erhöhte Entzündungswerte mit einem leichten Voranschreiten von Parodontitis verbunden waren. Dieser Einfluss der Entzündungswerte trat dabei unabhängig von anderen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Bildung, Rauchverhalten, körperliche Aktivität, Alkoholkonsum, Übergewicht oder Diabetes auf.

 

PRAXISHINWEIS | Allerdings sind die erhöhten Entzündungswerte selbst nicht die Ursache, sondern vielmehr ein Mechanismus, über den andere Risikofaktoren ihren Einfluss auf Parodontitis ausüben. Zur Verbesserung der Prävention und Behandlung von Parodontitis ist es aber sinnvoll, die Rolle der Entzündungswerte in Zukunft mehr zu berücksichtigen.

 

Quelle

  • Pink C et al. Longitudinal effects of systemic inflammation markers on periodontitis. J Clin Periodontol 2015. online 16. Oktober 2015.
  • Diese Arbeit wurde mit dem Deutschen Miller-Preis 2015 der DGZMK ausgezeichnet.

 

Literatur

Quelle: Ausgabe 12 / 2015 | Seite 13 | ID 43721604