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·Article ·Leitlinie

Vollkeramik statt Metall bei Bruxismus? Die Datenlage ist noch zu unsicher

| Zeigen vollkeramische Kronen- und Brückenversorgungen bei Bruxismus-Patienten vergleichbare Langzeitergebnisse in Bezug auf Überleben und Komplikationsfreiheit wie metallkeramische Versorgungen? Aufgrund der aktuellen Studienlage lässt sich diese Frage nicht abschließend bewerten. |

 

Patienten mit Bruxismus wurden in einer großen Anzahl von Studien ausgeschlossen; nur in wenigen Studien wurden Patienten mit Bruxismus explizit eingeschlossen. Da die Diagnose Bruxismus klinisch schwer zu stellen ist und von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden muss, waren aber höchstwahrscheinlich in allen Studien Patienten mit Bruxismus vertreten.

 

Grundsätzlich ist die erhöhte mechanische Belastung bei Patienten mit Bruxismus ein Risikofaktor für jede dentale Restauration. Daher sollte bei Patienten mit Bruxismus geprüft werden, ob alternativ eine Behandlung mit Restaurationen aus Metall möglich und akzeptabel ist.

 

Ist eine keramische Versorgung ausdrücklich gewünscht, sollte bei Patienten mit Bruxismus geprüft werden, ob alternativ eine Behandlung mittels monolithischer Restaurationen möglich und akzeptabel ist, da diese in Laboruntersuchungen tendenziell besser als verblendete Restaurationen abschnitten.

 

Zu monolithischen Zirkonoxidkeramiken liegen zurzeit keine ausreichenden klinischen Studien vor. In jedem Fall sollten die Patienten vor der Behandlung über das erhöhte Verlustrisiko durch Bruxismus und über eventuelle Einschränkungen der Indikation vonseiten des Herstellers aufgeklärt werden.

 

PRAXISHINWEIS | Strikte Behandlungsprotokolle und genaue Beachtung der Funktion sowie die Einbeziehung einer Kunststoffschutzschiene können bei dentalem Bruxismus vor mechanischem Versagen der Restauration schützen.

 

Quelle

  • S3-Leitlinie „Vollkeramische Kronen und Brücken“. AWMF-Registernummer 083-012.

 

Literatur

Quelle: Ausgabe 06 / 2015 | Seite 12 | ID 43388075