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  • ·Fachbeitrag ·Kompositfüllungen

    Stärkere Adhäsive, festere Komposite: Neues aus der Materialforschung

    | Ein Forscherteam der OHSU School of Dentistry in Portland, Oregon, hat ein dentales Füllungsmaterial entwickelt, das doppelt so bruchfest ist wie Standardfüllungen, so eine Studie der Zeitschrift Scientific Reports. Das neue Komposit verwendet das Additiv Thiourethan. |

     

    Polymerisationsstress ist einer der größten Nachteile von dentalen Kompositen, da er mit schlechter Randanpassung, postoperativen Schmerzen und Sekundärkaries verbunden ist. Thiourethan-Oligomere, die in die organische Matrix eingebaut sind, stellen eine vielversprechende Strategie zur Reduzierung von Spannungen und zur Erhöhung der Bruchzähigkeit in Dentalkunststoffen dar. Ergebnisse von Materialtests zeigen nun, dass Kunststoffe, die mit thiourethan-silanisierten anorganischen Füllstoffen gefüllt sind, eine bis zu 35 % geringere Spannung aufweisen und gleichzeitig die Werte der mechanischen Eigenschaften verdoppeln. Dies ohne Beeinträchtigung der Viskosität des Materials und nach einem klinisch akzeptablen Photoaktivierungsprotokoll. [1]

     

    Neben dem neuartigen Komposit hat das Team um Prof. Carmen Pfeifer, D.D.S. Ph.D. auch ein Adhäsiv entwickelt, das nach sechs Monaten im Einsatz 30 % stärker ist als Klebstoffe, die derzeit zur Fixierung von Füllungen verwendet werden. Dieses neuartige Adhäsiv verwendet (Meth)acrylamide ‒ Polymere, die nach Ansicht von Prof. Pfeifer wesentlich resistenter sind gegen Schäden durch Wasser, Bakterien und Enzyme im Mund als herkömmliche Adhäsive, die derzeit in der Zahnmedizin verwendet werden. [2] In der Kombination sind das neue Adhäsiv und das Komposit für langlebigere Zahnersätze konzipiert.