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  • 01.04.2007 | Kinderzahnheilkunde

    Bissflügelaufnahmen bei Kindern: Vorsicht vor falsch positiven Diagnosen!

    Achten Sie bei Bissflügelaufnahmen von Kindern auf trianguläre Radioluzenzen – diese falsch positiven Diagnosen bei der Karies-diagnostik sind gar nicht so selten!  

     

    Bedingt durch die anatomischen Besonderheiten kann an der Mesialfläche oberer Milchmolaren und erster bleibender Molaren eine kariestypische Aufhellung – eine sogenannte trianguläre Radio- luzenz – als Subtraktionseffekt im Röntgenbild entstehen. Dieser Effekt müsse differentialdiagnostisch gegenüber kariösen Dentinläsionen abgegrenzt werden, so Kühnisch. Er empfiehlt, auf das Vorliegen einer röntgenographischen Schmelzläsion als Zeichen eines kariösen Prozesses zu achten.  

     

    Die im Rahmen einer klinisch-röntgenologischen Untersuchung registrierten Häufigkeitsraten von triangulären Radioluzenzen an 35,5 bzw. 60,3 Prozent der oberen ersten bzw. zweiten Milchmolaren sowie an 24,8 Prozent der oberen ersten bleibenden Molaren unterstreichen die Bedeutung des Effekts als differenzialdiagnostische Abgrenzung im Vergleich zu kariösen Läsionen, so der Münchner Wissenschaftler.