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·Article ·Fallbericht

Statt autogenem Weichgewebe: Azelluläre Hautmatrix zur Wurzeldeckung

| Eine 27-jährige Frau in kieferorthopädischer Behandlung präsentierte eine Rezession und reduzierte keratinisierte Gingiva an den Zähnen 31 und 41. Die Patientin lehnte eine konventionelle autogene Weichgewebetransplantation ab und entschied sich für einen Weichgewebeersatz aus azellulärer Hautmatrix zur Wurzeldeckung. |

 

Vor der Wurzeldeckung wurde eine Frenektomie durchgeführt, um Zugkräfte des Weichgewebes zwischen den Zähnen 41 und 31 zu reduzieren. Während der Wurzeldeckung wurden horizontale Einschnitte auf der Ebene der Schmelz-Zement-Grenze bis zum Mukogingivalgrenze distal der Zähne gemacht und mit senkrechten Einschnitten verbunden.

 

Nach intrasulkulärem Einschnitt wurde ein Teilschichtlappen angehoben. Es wurde darauf geachtet, die keratinisierte Gingiva zu erhalten. Die azelluläre Hautmatrix wurde mit der Bindegewebs-Seite zum inneren Teil des Lappens und interproximal und seitlich mit einem resorbierbaren Material gesetzt. Der Patientin wurde geraten, topisch mit Chlorhexidin zweimal täglich für zwei Wochen zu spülen, danach wieder zur Standardmundhygiene zurückzukehren, einschließlich Bürsten mit einer weichen Zahnbürste und Zahnseide.

 

Es folgte eine kieferorthopädische Behandlung. Eine Begutachtung nach zwölf Jahren ergab, dass die Wurzeldeckung über die Zeit stabil geblieben war. Unerwarteterweise wurde eine Erhöhung der Breite der keratinisierten Gingiva beobachtet. Eine nachteilige Wirkung der kieferorthopädischen Behandlung nach der Transplantation wurde nicht beobachtet.

 

Quelle

  • Batista jr. E L et al Unexpected Soft Tissue Changes in Response to Root Coverage Using an Acellular Dermal Matrix Allograft: 12-year Follow Up. J Can Dent Assoc 2014;80:e66.

 

Literatur

Quelle: Ausgabe 04 / 2015 | Seite 20 | ID 43249152