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01.12.2006 | Endodontie

MGP-Guttapercha – ein Baustein für die Wurzelkanaldesinfektion

Mit zehn Prozent Iodoform versetztes MGP-Guttapercha (medicated gutta-percha, Fa. Lone Star) zeigte in den Versuchsreihen von Bodrumlu und Alaçam [1] gegen eine Reihe von Bakterien- und Pilzstämmen bessere Ergebnisse auf als herkömmliches Guttapercha ohne Medikamenten-Zusatz. 

 

Die Wissenschaftler untersuchten die Wirkung der MGP an Stämmen von E. faecalis, P. aeruginosa, S. aureus und E. coli sowie an Candida albicans über einen Zeitraum von 24, 48 und 72 Stunden. Im Gegensatz zu reinem Povidon-Jod, das über 72 Stunden alle Bakterien abtötete, verlor MGP seine Wirkung zum Teil (gegen E. coli und P. aeruginosa) sehr schnell: Nach 48 Stunden war MGP gegen diese Keime machtlos. Gegen die anderen Keime wie auch gegen C. albicans dagegen zeigte MGP über 72 Stunden gute Wirksamkeit.  

 

Praxistipp

Die antibakteriellen und antifungalen Eigenschaften der MGP-Guttapercha reichten in dieser Studie zwar nicht an die von Povidon-Jod heran, das in letzter Zeit als potentielles und potentes Desinfektionsmittel im Wurzelkanal diskutiert wird [2]. MGP zeigte sich aber – anders als in vorhergegangenen Studien – auch wirkungsvoll gegen den Problemkeim E. faecalis. 

 

[1] E Bodrumlu, T Alaçam: Evaluation of Antimicrobial and Antifungal Effects of Iodoform-Integrating Gutta-Percha; J Can Dent Assoc (2006) 72:733-733d  

 

[2] M Y Shurrab: Antimicrobial Efficiency of Some Antiseptic Products on Endodontic Microflora Isolated from Gangrenous Pulp Tissue; J Contemp Dent Pract (2006) 7: 53-62 – Zahnmedizin Report 11/2006: 12 

 

[1] Volltext: www.cda-adc.ca/jcda/vol-72/issue-8/733.pdf 

[2] Volltext: www.thejcdp.com/issue028/shurrab/01shurrab.htm 

 

 

Quelle: Ausgabe 12 / 2006 | Seite 13 | ID 95147