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  • 02.10.2008 | Endodontie

    Gelformulierungen mit Kanüle statt mit Lentulo einbringen

    Gelformulierungen zur Wurzelkanalmedikation können mit einer Kanüle (Durchmesser 0,4 mm) sicher bis zum Apex eingebracht werden. Eine Applikation mittels Füllspirale kann nicht empfohlen werden.  

     

    Stoll et al. untersuchten, ob mit der Kombination Gel/Kanüle eine zumindest gleichwertige Einlagemedikation im Vergleich zur klassischen Technik (Paste und Füllspirale) zu erreichen ist. 20 einkanalige menschliche Unterkiefer-Frontzähne wurden hierzu auf einen apikalen Durchmesser der Größe 0,04/25 und 20 Zähne auf 0,04/30 aufbereitet. Jeweils fünf Zähne jeder Aufbereitungsgruppe wurden randomisiert mit folgenden Einlagen versorgt:  

     

    • ChX (Chlorhexidin)/BaSO4 (Bariumsulfat) mit Kanüle und Druckanästhesiespritze,
    • ChX/Ca(OH)2/BaSO4 mit Kanüle und Druckanästhesiespritze,
    • ChX/Ca(OH)2/BaSO4 mit Füllspirale,
    • Ca(OH)2/BaSO4 mit Füllspirale (Goldstandard).

     

    Die Bestimmung der Eindringtiefe der unterschiedlichen Formulierungen zeigte keinen Unterschied im Hinblick auf Aufbereitungsgröße und Medikation. Hinsichtlich der Blasenbildung konnte festgestellt werden, dass die Applikation des Gels mittels Lentulo inhomogenere Füllungen im Vergleich zur Applikation mittels Kanüle produzierte.