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01.12.2006 | Endodontie

Apical Capping: Chirurgisch-retrograde Behandlung infizierter Wurzelspitzen

Die Erfolgsrate der retrograden Therapie chronisch infizierter Wurzelspitzen ist durch die Existenz konventionell nicht behandelbarer Seitenkanäle limitiert. Apical Capping stellt ein probates und erfolgreiches neues Verfahren zur chirurgisch-retrograden Behandlung der Wurzelspitze dar, meinen Gaggl et al. Im Rahmen ihres Beitrags wird die neue Behandlungstechnik vorgestellt, die durch seitliche Fassung des Apex eine Seitenkanalabdeckung ermöglicht. Dabei erfolgt die retrograde zirkuläre Überkappung des Neoapex mit einem Titankäppchen, das nach konfektionierter Präparation mit einem Glasionomerzement fixiert wird. Diese Behandlungsmethode wird anhand erster klinischer Fälle demonstriert.  

 

Bei zwölf Patienten mit chronischen periapikalen Läsionen des Frontzahn- oder Prämolarenbereichs erfolgte nach Entfernung des periapikalen Granulationsgewebes die retrograde Präparation der Wurzelspitze mit einem standardisierten konischen Schleifkörper und einem Hochleistungs-Ultraschallgerät. Im Anschluss daran wurde der getrocknete präparierte Wurzelspitzenstumpf mit einem konfektionierten Titankäppchen abgedeckt, das mit einem Glasionomerzement fixiert wurde. Die Glättung des Zementspaltbereichs erfolgte ebenfalls mittels Ultraschallpräparation.  

 

Die Patienten wurden drei, sechs und zwölf Monate post operationem radiologisch und klinisch nachkontrolliert. Bei keinem der Patienten kam es zu einem Zahnverlust. Ein Patient zeigte eine postoperative – gut beherrschbare – Wundinfektion. Sechs Monate post operationem konnte eine deutliche periapikale Knochenregeneration festgestellt werden. Alle Patienten waren ab dem fünften postoperativen Tag beschwerdefrei.  

 

A Gaggl, A Weiglein, D Jamnig, F M Chiari: Apical Capping – eine neue Technik der chirurgisch-retrograden Behandlung infizierter Wurzelspitzen – Erste klinische Ergebnisse; Quintessenz (2006) 57: 1045-1051 

 

Abstract: qd.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=11527 

 

Quelle: Ausgabe 12 / 2006 | Seite 13 | ID 95134