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24.11.2009 |Bildgebende Verfahren

Dentale Volumentomografie: Position gegenüber CT gefestigt

Die Dentale Volumentomographie (DVT) hat ihre Position im diagnostischen Arsenal für elektive zahnmedizinische Fragestellungen bei der Hartgewebsdiagnostik gegenüber der herkömmlichen CT zunehmend gefestigt. Die DVT hat gegenüber der CT eine reduzierte Strahlenbelastung. In Fällen, bei denen es besonders auf eine reduzierte Strahlenexposition unter bewusster Inkaufnahme der dadurch bedingten systemimmanent veränderten Bildparameter ankommt, ist der DVT der Vorzug zu geben, so eine Leitlinie der DGZMK. Eine Einblendung auf die zu untersuchende Region ist zu fordern, da die effektive Dosis derzeitiger DVT- Geräte immer noch circa um den Faktor 3 bis 40 über der einer Panorama-Schichtaufnahme liegt und durch Einblendung reduziert werden kann. 

Kernsätze aus der Leitlinie

  • Allgemeine Zahnheilkunde: Die DVT ist zur Kariesdiagnostik - insbesondere von approximalen Läsionen - kaum geeignet.
  • Implantologie: Eine computergestützte Planung auf der Basis dreidimensionaler Röntgenverfahren sollte mit Hilfe der DVT durchgeführt werden.
  • Implantologie: Da bedingt durch die hohe Absorption eines Titan-Implantats im weiteren Strahlengang Aufhärtungsartefakte entstehen, ist die Evaluation der unmittelbar periimplantären Region sowie der Region zwischen Implantaten in Strahlengangsrichtung nur sehr eingeschränkt möglich.
  • Kieferorthopädie: Durch DVT-Untersuchungen ist eine deutliche Erhöhung der Strahlen-Exposition der jungen Patienten zu erwarten. Eine ausreichende Evidenz für einen erhöhten Nutzen liegt derzeit nicht vor. Die Wahl des (...) Untersuchungsverfahrens muss gerade bei dem oft jugendlichen Patientenklientel unter besonderer Berücksichtigung des Strahlenschutzes erfolgen. Möglichkeiten zur Dosisreduktion sollen ausgeschöpft werden - zum Beispiel durch eine reduzierte optische Auflösung, reduzierte Expositionswinkel und eine reduzierte Anzahl an Projektionsaufnahmen. Auch sollen gänzlich ohne ionisierende Strahlung arbeitende Untersuchungsverfahren alternativ in Erwägung gezogen werden.
  • Funktionsdiagnostik: Die DVT sollte den klassischen Kiefergelenk-Projektionsaufnahmen, zum Beispiel nach Parma und nach Schüller, vorgezogen werden. Für den Nachweis erosiver Veränderungen insbesondere am Kondylus kann die DVT verwendet werden. Für die Darstellung von Knorpelstrukturen bleibt die Magnetresonanz-Tomographie das Verfahren der Wahl.

 

  • Dentale Volumentomografie. S1-Leitlinie der DGZMK; 2009
Quelle: Ausgabe 12 / 2009 | Seite 15 | ID 131729