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·Fachbeitrag ·Analgesie

Schmerzen nach zahnärztlichen Eingriffen: Schweizer Wissenschaftler empfehlen Vimovo®

| Das nicht steroidale Antirheumatikum Naproxen in Kombination mit einem Magenschutz eignet sich aufgrund der langandauernden Analgesie und der niedrigen Kardiotoxizität besonders als Basisanalgesie in der zahnmedizinischen Praxis. Schweizer Wissenschaftler empfehlen das Kombi-Präparat Vimovo® (AstraZeneca, PZN: 9315828). Ausschlaggebend ist das wesentlich geringere Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. |

 

Bei Ibuprofen ist das Risiko für einen Herzinfarkt um 122 Prozent gesteigert, für einen Schlaganfall um bis zu 133 Prozent. Auch bei Diclofenac ist das Risiko für einen Herzinfarkt um 70 Prozent gesteigert, das für einen Schlaganfall um 78 Prozent. Demgegenüber birgt Naproxen weder ein Exzessrisiko für vaskuläre Events (-7 Prozent) noch für kardiovaskuläre Ereignisse (-16 Prozent).

 

Naproxen in Kombination mit einem Magenschutz eignet sich aufgrund der langandauernden Analgesie und der tiefen Kardiotoxizität besonders als Basisanalgesie in der zahnmedizinischen Praxis. Es weist zudem eine deutlich längere Wirkdauer (Halbwertszeit: 12 bis 15 Stunden) auf. Das Risiko für eine obere gastrointestinale Blutung ist etwa vierfach erhöht ‒ dies wird durch einen Protonenpumpeninhibitor normalisiert.

 

PRAXISHINWEIS | Dr. Claudio Rostetter, Klinik und Poliklinik für MKG-Chirurgie der Universität Zürich, rät: Ein Kombinationspräparat ‒ z. B. Vimovo®, bestehend aus 500 mg Naproxen und 20 mg Esomeprazol ‒ bietet sich an. Dies führt zu einer nachhaltigen Protektion einer oberen gastrointestinalen Blutung, die mit einer Mortalität von ca. 2 Prozent einhergeht. Bei fehlender Schmerzkontrolle kann zusätzlich 1 g Paracetamol alle 6 Stunden verschrieben werden. Paracetamol wirkt über einen anderen Mechanismus als NSAR, potenziert die analgetische Wirkung und hat insgesamt ein sehr gutes Nutzen-Risiko-Profil.

 

Quelle

  • Rostetter C, Lübbers H-T, Metzler P: Management von Schmerzen nach zahnärztlichen Eingriffen. SWISS DENTAL JOURNAL SSO 2016: 126: 928-929.

 

Literatur

Quelle: Ausgabe 12 / 2016 | Seite 1 | ID 44377900