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26.01.2011 |Allgemeine Zahnheilkunde

Stempeltechnik: Neue Methode zur präzisen Rehabilitation von erosiven Defekten

Die Stempeltechnik, die von Ramseyer et al. an der Universität Bern entwickelt wurde, ist auch für Zahnärzte mit relativ wenig Erfahrung geeignet und erlaubt funktionelle und ästhetisch saubere Rekonstruktionen von stark ausgeprägten Erosionsdefekten (BEWE=9) mit Komposit. Dabei stellen die funktionelle Planung mittels Wax Up in Freedom in Centric und der exakte Datentransfer die Grundlage. 

 

Als Grundlage für diese semidirekte Rekonstruktionsmethode wird klinisch eine Registration in RK (Retrale Kontaktposition) und eine Abformung mit Alginat gemacht. Im Labor kann aufgrund dieser Daten ein Wax Up in Freedom in Centric hergestellt werden. Dabei können der Biss in seiner vertikalen Dimension rekonstruiert und die Funktionen korrekt simuliert werden. Die Übertragung am Patienten erfolgt dann mit Silikonschlüsseln des Wax Up, die dann als Stempel benötigt werden. 

 

Es hat sich gezeigt, dass diese Stempeltechnik im Bezug auf bekannte Therapiemethoden (Direkt/Schiene/Keramik) Vorteile bringt: In der Anwendung ist sie einfacher als die erfahrungssensitive Schienentechnik. Durch das laborgefertigte Wachsrelief kann einfacher und schneller rekonstruiert werden als zum Beispiel bei der direkten Methode, bei der die Kompositaufbauten direkt von Hand und ohne eindeutige Anhaltspunkte aufgebaut werden. Auch der funktionelle Hintergrund ist nicht außer Acht zu lassen, denn durch das genaue Aufwachskonzept sind die Okklusionspunkte bereits im Artikulator simuliert und passen dadurch klinisch besser. 

 

  • S Ramseyer et al.: Neue Methode zur präzisen Rehabilitation von erosiven Defekten mit Komposit. Deutscher Zahnärztetag 2010, Frankfurt/Main, 10.-13 November 2010
Quelle: Ausgabe 02 / 2011 | Seite 5 | ID 141776