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  • 01.07.2006 | Allgemeine Zahnheilkunde

    Schleimhautläsionen: Fortbildung der Allgemeinzahnärzte gefordert

    Bornstein et al. plädieren dafür, die Kenntnisse der praktizierenden Zahnärzte gezielt dahingehend zu verbessern, dass unproblematische Schleimhautläsionen selbst diagnostiziert und behandelt werden können. Die Wissenschaftler hatten die Zahlen der „Stomatologiesprechstunde“ der Klinik für Oralchirurgie und Stomatologie der Universität Bern ausgewertet: Die Zuweisungsdiagnosen stimmten in 36,6 Prozent, die Arbeitsdiagnosen in 70 Prozent der Fälle mit der definitiven Diagnose vor Therapiebeginn überein.  

     

    Bei ernsthafteren Läsionen mit präkanzerösem Charakter oder unklaren Befunden sollte primär an eine spezialisierte Stomatologiesprechstunde bzw. einen Spezialisten in der Praxis überwiesen werden, fordern die Experten. Des Weiteren müssen die Ärzte und Zahnärzte durch spezifische Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten verstärkt auf ihre Aufgabe bei der Früherkennung des Mundhöhlenkarzinoms sensibilisiert werden – dies gelte auch für die universitären Curricula bei Studierenden der Medizin oder Zahnmedizin. 

     

    M M Bornstein, I Lüönd-Valeskeviciute, H J Altermatt, E Stauffer, D Buser: In einer Stomatologiesprechstunde diagnostizierte Mundschleimhautveränderungen Eine Untersuchung klinisch-histopathologischer Befunde aus dem Jahre 2003; Schweiz Monatsschr Zahnmed 2006, 116 (5): 468-475 

    Quelle: Ausgabe 07 / 2006 | Seite 7 | ID 111142