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26.01.2011 |Allgemeine Zahnheilkunde

Papulös-ulzerative Läsion des Parodontiums - an ein fibröses Histiocytom denken!

Als Differenzialdiagnose bei papulös-ulzerativen Läsionen des Parodontiums sollte ein fibröses Histiocytom in Betracht gezogen werden, empfehlen Petersilka et al. Fibröse Histiocytome (FH) sind papulöse Läsionen der Haut, die selten auch in der Mundhöhle auftreten.  

 

Die Autoren berichten über den Fall eines 21-jährigen Patienten, der über eine gering schmerzhafte papulöse gingivale Läsion in Regio 33-34 klagte. Das Weichgewebe wies Ulzerationen auf und reagierte auf Sondierung mit starkem Bluten. An den Wurzeloberflächen waren deutliche Anzeichen von Resorptionen erkennbar. Als erste Verdachtsdiagnose wurde daher das Vorliegen einer Langerhanszellerkrankung gestellt. Durch eine Exzisionsbiopsie wurden das pathologisch veränderte Weichgewebe und der oberflächliche Knochen entfernt. Histologisch wurde die Diagnose FH gestellt. Die Wurzelresorption wurde mit Komposite restauriert. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren blieb der Patient rezidivfrei. 

 

  • G Petersilka et al.: Fibröses Histiocytom der Gingiva: Fallbericht mit Zweijahresdaten. Dtsch Zahnärztl Z (2010) 65: 466-9471
Quelle: Ausgabe 02 / 2011 | Seite 11 | ID 141782