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26.05.2009 |Allgemeine Zahnheilkunde

Oft erlaubt der Geruch Rückschlüsse auf die Ursache von Mundgeruch

Oft erlaubt der Geruch Rückschlüsse auf die Ursache von Mundgeruch [1]. Wer längere Zeit nichts isst, hat beispielsweise oft einen nach Azeton riechenden Atem. Dieser Geruch entsteht, wenn der Körper Fette verwertet, weil andere Energiequellen aufgebraucht sind. Das einfachste Mittel dagegen ist, etwas zu essen.  

 

Azeton-Geruch kann jedoch auch auf eine so genannte diabetische Ketoazidose hindeuten. Diese lebensbedrohliche Folge eines Typ-1-Diabetes löst durch zu hohe Blutzuckerspiegel und den gestörten Fettstoffwechsel eine Übersäuerung des Bluts aus und kann zu einem diabetischen Koma führen. Diese Patienten müssen schnellstmöglich auf einer Intensivstation mit Insulin behandelt werden. 

 

Lebererkrankungen können einen süßlichen, muffigen Geruch des Atems verursachen, der als Foetor hepaticus bezeichnet wird: Dimethylsulfid, Azeton, 2-Butanon und 2-Pentanon sind in der Atemluft von Leberpatienten erhöht, wogegen Indol und Dimethylselenid erniedrigt sind [2]. Nierenschwäche oder Nierenversagen kann dagegen einen nach Urin riechenden Atem zur Folge haben, da Schadstoffe nicht mehr ausreichend aus dem Blut gefiltert werden, aus dem Blut in die Lungen gelangen und ausgeatmet werden.  

 

Magen- oder Darmprobleme rufen dagegen nur selten Mundgeruch hervor. Allerdings können Tumore in der Speiseröhre oder im Magen dazu führen, dass Flüssigkeiten oder Gase aus dem Verdauungstrakt in die Mundhöhle gelangen.  

 

  • [1] Berufsverband Deutscher Internisten (BDI): Mundgeruch kann auf schwere Krankheiten hindeuten; Pressemeldung vom 29.Januar 2009
  • [2] M Quirynen et al.: Charakteristika von 2000 Patienten einer Multidisziplinären Halitosis-Sprechstunde; Vortrag auf der BREATH 2009, Dortmund, 28. April 2009

 

[1] Volltext 

www.meduniqa.at/7392.0.html  

 

[2] Abstract nachstehend 

Quelle: Ausgabe 06 / 2009 | Seite 8 | ID 127170