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22.10.2009 |Allgemeine Zahnheilkunde

Fluoreszenzunterstützte Kariesexkavation mit der FACE-Methode

Die klassischen Methoden der Kariesexkavation sind subjektiv und wenig selektiv. Es besteht daher die Gefahr, gesundes bakterien­freies Dentin zu entfernen oder kariöses - bakteriell infiziertes - Dentin zu belassen. Die fluoreszenzunterstützte Kariesexkavation eröffnet eine neue selektive und wenig subjektive Methode, kariöses Dentin zu entfernen, und kann dadurch einen Beitrag zur Qualitätssicherung in der restaurativen Zahnheilkunde leisten. 

 

Bei der FACE-Methode (fluorescence aided caries excavation) wird die kariöse Zahnhartsubstanz mittels violettem Licht (370-420 nm) angeregt und durch einen Filter (530 nm) sichtbar gemacht. Die kariösen Areale färben sich orange-rot und können selektiv mit einem rotierenden Instrument entfernt werden. Dies ermöglicht die Entfernung von kariösem Dentin unter ständiger Sichtkontrolle.  

 

Untersuchungen haben gezeigt, dass die rote Fluoreszenz gut mit der bakteriellen Infektion übereinstimmt. Das ist der Fall, weil es sich bei den die rote Fluoreszenz verursachenden Fluoreszenzfarbstoffen um Porphyrin-Verbindungen handelt, die von Bakterien synthetisiert werden. Ebenso konnte gezeigt werden, dass die Kariesexkavation mit FACE eine hohe Selektivität, Effektivität und Effizienz aufweist. 

 

  • W Buchalla: Herausforderung Kariesexkavation: Ist mit der fluoreszenzunterstützten Kariesexkavation (FACE) eine selektive Kariesentfernung möglich? Österreichischer Zahnärztekongress 2009, Innsbruck, 1.-3. Oktober 2009

 

Kontaktadresse:  

PD Dr. Wolfgang Buchalla  

Universität Zürich Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde 

Plattenstrasse 11  

CH-8032 Zürich 

 

Quelle: Ausgabe 11 / 2009 | Seite 10 | ID 130833