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26.01.2011 |Allgemeine Zahnheilkunde / Endodontie

Welche Rolle spielen Herpesviren bei der marginalen und apikalen Parodontitis?

Auch Viren können im Mundraum pathogen wirken: Das humane Papillomvirus (HPV) zum Beispiel verursacht auch Karzinome des Pharynx und der Mundhöhle. Eine brasilianische Studie deutet nun an, dass Herpesviren auch eine Rolle bei der Pathogenese der marginalen und apikalen Parodontitis spielen können.  

 

Ferreira et al. untersuchten eiterndes Exsudat von akuten apikalen Abszessen auf verschiedene Viren, unter anderem Herpes-simplex-Viren (HSV-1/2), Varizella-Zoster (VZV), Epstein-Barr (EBV), Human Cytomegalovirus (HCMV), Humanes Herpes Virus 6 bis 8 (HHV) und Humane Papillomviren (HPV). 

 

Unerwartet wurde HHV-8 zum ersten Mal entdeckt - und dies in hoher Prävalenz. Papillomaviren und andere Herpesviren wurden ebenfalls in den endodontischen Abszessen gefunden. Nachfolgend einige Details:  

 

  • 61 Prozent der Arbeitsproben waren positiv bei den Zielviren.
  • 56,5 Prozent der Fälle wiesen Herpesviren auf, vor allem HHV-8.
  • EBV und HCMV waren in keiner Probe präsent.
  • Virale Koinfektionen waren in einigen Fällen zu finden.

 

Diese Funde legen zumindest eine Assoziation nahe - die spezifische Rolle der Viren bei der Pathogenese der akuten apikalen Abszesse bedarf weiterer Klärung, so das Resümee der Wissenschaftler.  

 

  • D C Ferreira et al.: Identification of Herpesviruses Types 1 to 8 and Human Papillomavirus in Acute Apical Abscesses. Journal of Endodontics (2011) 37: 10-16

 

Abstract 

http://www.jendodon.com/article/S0099-2399(10)00800-9/abstract  

Quelle: Ausgabe 02 / 2011 | Seite 14 | ID 141786