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26.05.2011 |Allgemeine Zahnheilkunde

Deutlich weniger Endokarditis-Prophylaxe - ohne tödliche Folgen

Im März 2008 wurde in Großbritannien die Antibiotika-Prophylaxe vor invasiven zahnärztlichen Eingriffen bei Patienten mit dem Risiko der infektiösen Endokarditis als nicht mehr notwendig erachtet. Nach Einführung der entsprechenden Richtlinie des National Institute for Health and Clinical Excellence [1] sank die Verschreibung der Antibiotika-Prophylaxe von im Mittel 10.277 auf 2.292 pro Monat.  

 

Trotz dieser 78,6-prozentigen Reduktion der Antibiotika-Prophylaxe nach der Einführung der NICE Richtlinie schließen Thornhill et al. einen ursächlichen Anstieg von Todesfällen durch infektiöse Endokarditis aus: Auch wenn die Fallzahlen der infektiösen Endokarditis seit Jahren stetig steigen, sei kein statistischer Zusammenhang mit dem massiven Einschnitt in der Prophylaxe zu erkennen. [2] 

 

  • [1] Practice Guidelines Prophylaxis against infective endocarditis: summary of NICE guidance. BMJ (2008) 336: 770
  • [2]M H Thornhill et al.: Impact of the NICE guideline recommending cessation of antibiotic prophylaxis for prevention of infective endocarditis: before and after study. BMJ (2011) 342: d2392 (online 3. Mai 2011)

 

Volltexte 

[1] http://www.bmj.com/content/336/7647/770.full  

[2] http://www.bmj.com/content/342/bmj.d2392.full  

Quelle: Ausgabe 06 / 2011 | Seite 2 | ID 145418