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  • 30.11.2010 | Allgemeine Zahnheilkunde

    Asthma-Medikamente und oraler Pilzbefall: Mundspülen nach Inhalation!

    Mundschleimhautbrennen, Geschmacksstörungen, Appetitlosigkeit und Schluckbeschwerden können auch asymptomatische Anzeichen einer oralen Candidainfektion sein. Prüfen Sie in diesem Fall, ob Ihr Patient Medikamente gegen Asthma und andere Lungenerkrankungen inhaliert. Denn diese begünstigen Pilzinfektionen im Mund - insbesondere dann, wenn Glucocorticoide ("Kortison") inhaliert werden.  

     

    Dr. Christiane Nobel (Charité Berlin) konkretisiert diese Hinweise für die zahnärztliche Praxis: Bei der Therapie mit inhalativen Asthmamedikamenten treten oft typische Erytheme im Gaumenbereich und mögliche Abklatschläsionen im Zungenbereich auf. Dabei kann die orale Candidainfektion asymptomatisch sein. Oft kommt es jedoch zum Mundschleimhautbrennen, meistens im Zuge der Nahrungsaufnahme. Auch Geschmacksstörungen, Appetitlosigkeit und Schluckbeschwerden sind möglich.  

     

    Die Arzneimittelhersteller empfehlen, unmittelbar vor einer Mahlzeit zu inhalieren oder den Mund nach dem Inhalieren mit Wasser auszuspülen. Nobel weist auf eine möglicherweise notwendige antimykose Therapie bei Asthma-Medikamenten-indizierten Erythemen im Mundbereich hin. Im Normalfall sei die orale Candidainfektion aber ein lokales Geschehen mit guter Prognose.