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·Fachbeitrag ·Adhäsivsysteme

Xeno®-Adhäsive: Größte Techniksensitivität bei generell schwächeren Leistungen

| Die Adhäsive der Xeno®-Produktfamilie von Dentsply DeTrey sind dafür bekannt, dass sie eine große Techniksensitivität aufweisen: Sie verzeihen keine Anwendungsfehler bei der Applikation. Macht Xeno Select®, das neue Universal-Etch Adhäsiv, da eine Ausnahme? |

 

Die hohe Techniksensitivität von Xeno® zieht sich durch die ganze Produktfamilie: Der Selbstätzer Xeno V® zum Beispiel zeigte bei Testreihen an der Universität Wien eine höhere Techniksensitivität als Optibond All in One®. Besonders starkes Verblasen reduzierte die Haftkraft. [1] In einer anderen Studie wurden fünf unterschiedliche Self-Etch Primer auf ihre Haftwerte am Dentin verglichen: AdheSE One F®, Adper Prompt L-Pop®, BOND FORCE®, iBOND Self Etch® und Xeno V+®. Die schlechtesten Werte erzielte dabei Xeno V+®. [2]

 

In einer weiteren Anwendungsstudie an der Universität Wien erzielten Studierende der Zahnmedizin – also unerfahrene Anwender – bessere Ergebnisse mit dem aufwendigeren System Optibond XTR® als mit dem einfachsten System Xeno V+® (eine Komponente, eine Applikation). Dies zeigt nach Meinung der Autoren eine höhere Techniksensitivität von Xeno V+®. Die Haftwerte von Xeno V+® (10,3 ± 6,2 MPa) waren signifikant niedriger. Aufgrund zu geringer Haftung wurden 15 Prozent Ausfälle registriert. [3]

 

Zusammengefasst über sieben Ausbildungsjahrgänge wurden an der Universität Wien in allen Jahrgängen Messausfälle aufgrund zu geringer Haftung registriert:

  • Optibond XTR® 1 bis 3,8 Prozent,
  • Optibond FL® 0 bis 17,4 Prozent,
  • Optibond All-in-one® 1 bis 30,5 Prozent,
  • Xeno V® 30 bis 73,5 Prozent und
  • Xeno V+® 15 bis 45 Prozent.

 

Die höchsten Haftwerte wurden mit Optibond FL® und Optibond XTR® erzielt, gefolgt von Optibond All-in-one®. Die Haftwerte von Xeno V® und Xeno V+® waren jeweils signifikant niedriger. [4]

 

In einer ähnlichen Anwendungsstudie war auch bei Xeno Select®, dem neuen Universal-Etch Adhäsiv, die anwenderbezogene Beeinflussung der Ergebnisse am größten: Die Bandbreite reichte von 100 Prozent Ausfällen bei einem Anwender bis zu Haftwerten, die mit denen von Scotchbond Universal® und Optibond XTR® vergleichbar waren. Dies zeigt, dass Xeno Select® die größte Techniksensitivität aufweist – und dies bei generell schwächeren Leistungen: Denn im Schnitt wurden die höchsten Haftwerte mit Scotchbond Universal® (18,8 ± 5 MPa) und Optibond XTR® (18,1 ± 6,2 MPa) erzielt. Xeno Select® (7,4 ± 5,7 MPa) zeigte signifikant niedrigere Haftwerte als die anderen Produkte. [5]

 

PRAXISHINWEIS | Selbstätzende Bondingsysteme wurden entwickelt, um den Bondingvorgang zu vereinfachen und durch Reduktion der Anwendungsschritte zu verkürzen. Doch bei manchen Materialien wird die Zeitersparnis mit mangelnder Anwendungssicherheit erkauft.

 

Quellen

  • [1] Dorri K et al. Einfluss verschiedener Verarbeitungstechniken und Lichtquellen auf die Dentinhaftung selbstätzender Bondingsysteme. Österreichischer Zahnärztekongress 2010, Wien, 30. September bis 2. Oktober 2010.
  • [2] Laußegger V. Scherhaftkraft von Self-Etch Primern am Dentin. Graz, 2013.
  • [3] Kohlmann J et al. Techniksensitivität dentaler Bondingsysteme. Österreichischer Zahnärztekongress 2014. Rust, 25. bis 27. September 2014.
  • [4] Franz A et al. Verblasetechnik als kritischer Faktor für die Dentinhaftung selbstätzender Bondingsysteme. Österreichischer Zahnärztekongress 2015, Vösendorf, 8.-10. Oktober 2015.
  • [5] Bouvier-Azula L et al. Techniksensitivität selbstätzender Bondingsysteme. Österreichischer Zahnärztekongress 2015, Vösendorf, 8.-10. Oktober 2015.
Quelle: Ausgabe 01 / 2016 | Seite 16 | ID 43778514