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01.09.2006 |

01.09.2006 | Allgemeine Zahnheilkunde

TMD: Denken Sie auch an neoplastische Veränderungen!

Wenn man bei Patienten Symptome der Temporomandibulären Dysfunktion (TMD) diagnostiziert, muss man auch die Möglichkeit unüblicher Fälle in Betracht ziehen. Dazu gehören unter anderem neben Infektionen oder Entzündungen auch neoplastische Veränderungen. Deshalb sollte eine radiologische Untersuchung zur Differenzialdiagnose durchgeführt werden, schlagen Özcelik und Ersoy vor. 

 

Die türkischen Wissenschaftler beschreiben den Fall eines Patienten, dessen Kiefergelenksgeräusche anfänglich als eine anteriore Diskusverlagerung mit reziprokem Knacken diagnostiziert wurden. Eine Therapie mit okklusalen Schienen wurde vier Monate lang durchgeführt, hatte aber keinen Einfluss auf die Geräusche. Als der Patient klinisch – unter anderem mit MRT und CT – näher untersucht wurde, wurde eine multilokulare Knochenzyste als Ursache in Erwägung gezogen. Diese Zyste hatte Oberflächenveränderungen im posterioren Teil der linken Eminenz des Temporalknochens verursacht – was wohl die Ursache des knackenden Geräuschs war. 

 

T B Özçelik, A E Ersoy: Temporomandibular Joint Clicking Noises Caused by a Multilocular Bone Cyst – A Case Report; J Contemp Dent Pract (2006) 7: 99-105 

 

Volltext: www.thejcdp.com/issue027/ozcelik/ozcelik.pdf 

Quelle: Ausgabe 09 / 2006 | Seite 6 | ID 111314