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  • · ZR-Fachgespräch

    Künstliche Intelligenz in der Zahnmedizin: „Der Zahnarzt bleibt im Fahrersitz!“

    Bild: Schwendicke

    Künstliche Intelligenz (KI) ist in die Zahnmedizin eingezogen. Vor allem in der Bildanalytik und der Sprachverarbeitung unterstützt KI Zahnarztpraxen derzeit, die ärztliche Verantwortung ersetzt sie dabei nicht. In diesem Kontext sprachen wir mit Prof. Dr. med. dent. Falk Schwendicke über die aktuellen Entwicklungen und Möglichkeiten von KI ebenso wie über die Sicherheit und Praxisreife von KI-Tools.

     

    Redaktion: Herr Prof. Schwendicke, welche drei KI-Tools aus den Bereichen dentale Diagnostik, Behandlungsplanung, Patientenmanagement und Therapie können Sie heute bereits Kollegen und Kolleginnen in der zahnärztlichen Praxis zur sicheren Anwendung empfehlen?

     

    Schwendicke: Vor allem im Röntgenbildbereich gibt es heute mindestens vier bis fünf zertifizierte Tools, die Sie einsetzen können und die auch gut funktionieren. Eine Wertung kann ich leider nicht abgeben, da es keine transparenten Daten gibt, um das einschätzen zu können. Den Nutzern werden oftmals selektive Zahlen vorgelegt und selbst die Zahlen, auf deren Grundlage die Zertifizierung durch die regulatorischen Behörden erfolgt, werden auf herstellereigenen Datensätzen generiert [1]. Die von uns entwickelte KI-gestützte Bilddiagnostik ist da eine glückliche Ausnahme, weil wir immer sehr transparent mit unseren Ergebnissen waren, was eben bei anderen Herstellern nicht der Fall ist. Mittlerweile gibt es vor allem für die automatische Analyse von 2D-Röntgenbildern sehr viele Tools.