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  • ·Article ·Zahnersatz

    Periimplantitis durch Zementüberschüsse: Auf die Marke kommt es an

    | Das Zementieren von festsitzendem implantatgetragenem Zahnersatz beinhaltet die Gefahr, dass überschüssige Zementreste im periimplantären Sulcus verbleiben und dort die Biofilmbildung fördern können. Daraus ergibt sich das Risiko einer Periimplantitis. Doch gibt es einen beobachtbaren Unterschied zwischen Zementen? |

     

    Die Häufigkeit von unentdeckt überschüssigem Zement hängt im wesentlichen von der Art des verwendeten Zements ab. Dies zeigt eine retrospektive, klinische Follow-up-Studie, in der die Suprakonstruktionen überprüft wurden: Bei 22 Patienten mit 45 Implantaten wurde ein Methacrylat-Zement (Premier Implant Cement® (PIC)/Premier Dental Product) für die Befestigung verwendet. Bei 16 weiteren Patienten mit 28 Implantaten waren die Implantatkronen mit einem Zinkoxid-Eugenol-Zement (Temp Bond® (TB)/Kerr Sybron) eingesetzt worden.

     

    In beiden Gruppen lag die Belastungszeit bei rund vier Jahren. In der PIC-Gruppe konnte bei 62 Prozent aller Implantate überschüssiger Zement festgestellt werden. In den TB-Fällen war auf keinem der Implantate überschüssiger Zement nachweisbar. Blutung nach Sondieren war signifikant häufiger an Implantaten mit PIC (100 Prozent mit und 94 Prozent ohne Zementüberschuss) als an Implantaten, deren Kronen mit TB (46 Prozent) zementiert worden waren. Eine Taschenvereiterung wurde an 89 Prozent der PIC-zementierten Implantatkrone mit überschüssigem Zement (PIC ohne Zementüberschuss: 24 Prozent) beobachtet, während Implantate aus der TB-Gruppe nicht betroffen waren. Der periimplantäre Knochenverlust lag in der PIC-Gruppe signifikant höher (mit überschüssigen Zement 1,37 mm, ohne überschüssigen Zement 0,41 mm) als bei TB-Patienten (0,07 mm).