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  • · Nachricht · Parodontitisrisiko

    Senken NSAR-Präparate langfristig das PAR-Risiko?

    Forschende der Unis Münster und Greifswald schauten bei Patienten mit Osteoarthritis, die Paracetamol oder Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zur Entzündungs- und Schmerzkontrolle einnahmen, auf das potenzielle Risiko, innerhalb von fünf Jahren erstmalig eine Parodontitis zu entwickeln.

     

    Einbezogen in die simulierte Risikoabschätzung wurden über 20.000 elektronische Patientenakten. Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die Einnahme von NSAR im Vergleich zu Paracetamol die 5-Jahres-Inzidenz von Parodontitis nicht senkt. Das geschätzte Risiko betrug im 5. Jahr 1,73 Prozent in der NSAR-Patientengruppe (unabhängig von der COX-Selektivität) und 1,6 Prozent bei den Paracetamol-Probanden. Weitere Einflüsse durch Geschlecht, Ethnie oder Bildungsniveau zeigten sich in der Risikodifferenz nicht. Demnach bleibe die wissenschaftliche Lage uneinheitlich, ob NSAR einen therapeutischen Nutzen hinsichtlich des 5-Jahres-Risikos für Parodontitis habe oder nicht, so die Forschenden.

     

    Quelle

    • Leiva-Escobar I et al. 2026. Nonsteroidal anti-inflammatory drugs and the risk of periodontitis among adults with osteoarthritis: a target trial emulation. J Clin Periodont 1–11. doi.org/10.1111/jcpe.70145.
    Quelle: Ausgabe 08 / 2026 | Seite 5 | ID 50895570