· Fachbeitrag · Nikotinbeutel
Snus-Konsum alles andere als unbedenklich
Der Konsum von Snus hat eine lange Tradition in Skandinavien, aber auch hierzulande steigt die Beliebtheit, v. a. bei jüngeren Menschen. Doch der Konsum ist mit einer Vielzahl unerwünschter, auch ernst zu nehmender Folgen verbunden wie aktuelle Studienergebnisse aus Schweden offenlegen.
Snus wird in Portionsbeuteln, die unter die Oberlippe platziert werden, aber auch lose konsumiert. Das Resümee aus 26 Studien deutet darauf hin, dass v. a. loser Snus mit Zahnfleischrückgang in Zusammenhang steht. Generell zeigten Snus-Konsumenten häufiger Gingivitiden – jedoch ohne eine Verbindung zu Parodontitis. Beim Kariesrisiko war die Studienlage gemischt: Einige Studien belegten Snus-Usern ein erhöhtes Kariesrisiko, andere nicht. Zudem konnten weitere Zusammenhänge von Snus-Konsum mit Zahnabnutzung und CMD-Symptomen beobachtet werden. Besonders kritisch: der Konsum während der Schwangerschaft. Hier belegten die Forschenden Konsumenten ein um 48 Prozent erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen beim Nachwuchs. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung regulierender Maßnahmen zum Snus-Konsum, insbesondere für Jugendliche und Schwangere.
Quelle
- Bankvall M, Jontell M. Swedish smokeless tobacco and its impact on oral health: a systematic review. Acta Odontol Scand 2026;85:84-95. doi.org/10.2340/aos.v85.45421.