· Fachbeitrag · Mundhygiene
PAR-Patienten: Mundhygienebezogene Selbstwirksamkeit untersucht
Parodontitis-Patienten können mit einem Plus an Selfcare langfristig durch eigene Kraft zu einem besseren Behandlungsergebnis der PAR-Therapie beitragen – indem sie eine gute Mundhygiene aufrechterhalten oder verbessern. Da dieser Erfolgsfaktor dynamisch ist, kann der Behandler durch regelmäßige Motivation die Selbstwirksamkeit der Patienten immer wieder neu stärken.
Forschende der Universitäten Freiburg und Dresden untersuchten in Kooperation mit niedergelassenen Kollegen vier Jahre lang die Selbstwirksamkeit von Patienten auf ihre Mundhygiene während der initialen PAR-Therapie (IPT) und der unterstützenden PAR-Therapie (UPT). Sie beleuchteten auch mögliche Zusammenhänge zu Risikofaktoren und klinischen Parametern. Neben der Erhebung klinischer Daten erhielten die Probanden Mundhygieneanweisungen und beantworteten Fragen zur Selbstwirksamkeit beim Zähneputzen, bei Interdentalreinigung und Zahnarztbesuchen. Fazit: Unter IPT zeigte sich ein deutlicher Selfcare-Anstieg im Vergleich zur UPT. Dabei war die verbesserte Selbstwirksamkeit (v. a. im Bereich Interdentalreinigung) mit einem anhaltenden PAR-Therapieerfolg (Rückgang der Anzahl behandlungsbedürftiger Parodontaltaschen und entzündeter Parodontalflächen) verknüpft.
Quelle
- Thiemann L et al. Oral-hygiene-related self-efficacy in periodontal therapy: A 4-year longitudinal study. J Clin Periodontol. 2024, 51(10): 1323–1332, doi.org/10.1111/jcpe.14043.