· Fachbeitrag · Mundhygiene
Mundgesundheit in der häuslichen Pflege: BZÄK gibt Tipps für pflegende Angehörige
Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich an – laut Statistischem Bundesamt liegt ihre Zahl aktuell bei rund 5,7 Mio. Mehr als 80 Prozent von ihnen werden zu Hause versorgt, überwiegend von den eigenen Angehörigen. Dieser Anteil könnte künftig noch steigen, da sich die steigenden Kosten im Pflegeheim immer weniger Menschen leisten können. In der belastenden Situation der häuslichen Pflege wird die Mundhygiene oft aus dem Blick verloren. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) stellt daher für pflegende Angehörige und Pflegepersonal umfangreiche Materialien zur Unterstützung bei der Mundhygiene zur Verfügung.
Das „Handbuch der Mundhygiene“ umfasst zahlreiche Informationen und Tipps zur Zahn-, Mund- und Zahnersatzpflege für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf. Zusammen mit dem Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat die BZÄK außerdem zwölf Video-Tutorials erstellt, die anschaulich und gut erklärt Tipps für die Mundhygiene in der Pflege geben.
„Es gibt bislang so gut wie keine Infrastruktur, wie pflegende Angehörige für die Mundhygiene geschult werden, und auch der Kontakt zu einer regelmäßigen zahnärztlichen Betreuung existiert oft nicht. Mit unseren Informationen wollen wir Angehörige unterstützen. Sie sollten sich auch unbedingt in ihrer Zahnarztpraxis melden, um sich beraten zu lassen und sich ggf. über eine aufsuchende zahnmedizinische Betreuung zu informieren“, erklärt Dr. Romy Ermler, Präsidentin der BZÄK. Denn eine schlechte Mundhygiene kann gesundheitliche Probleme nach sich ziehen bzw. verschlimmern. Es bestehen bspw. Zusammenhänge der Mundgesundheit mit Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Weiterführende Informationen
- Zu den Informationsmaterialien der BZÄK, iww.de/s15020