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  • · Monitoring

    IOS als Monitoring-Tool für Zahnverschleiß

    Bild: ©Spectral-Design - stock.adobe.com

    | Intraoralscanner (IOS) haben inzwischen in vielen Zahnarztpraxen Einzug gehalten und erleichtern den Prozess der Abformung für Zahnarzt und Patient. Über diese Funktion hinaus lassen sich intraorale Scans aber auch für diagnostische Zwecke einsetzen, z. B., um den Zahnverschleiß an natürlichen Zähnen im Verlauf darzustellen. |

     

    Genauigkeit von IOS vs. Mikro-CT getestet

    Eine aktuelle Studie aus Asien beschäftigte sich mit der Genauigkeit intraoraler Scans beim Monitoring von Zahnverschleiß an natürlichen Zähnen und verglich die Scanergebnisse mit Mikro-Computertomographie-Aufnahmen (Mikro-CT), die normalerweise bei dieser Fragestellung zur Beurteilung eingesetzt werden. In der Versuchsreihe wurde mit künstlich hervorgerufenem Zahnverschleiß mit einem Oberflächenverlust von 50‒200 μm, 200‒400 μm sowie 400‒750 μm experimentiert. Im Ergebnis war der hier verwendete Intraoralscanner iTero® Element™ 2/Align Technology in der Lage, fast ebenso genaue Auswertungen wie das Mikro-CT zu liefern. Es konnten hinsichtlich Sensitivität (98 %), positivem prädiktivem Wert (98 %) und Genauigkeit (97 %) sehr gute Werte erreicht werden, die den Gebrauch zum Monitoring von Zahnverschleiß empfehlen. [1]

     

    IOS: Zahnverschleiß bei jungen Menschen darstellbar

    Schaut man auf die Ergebnisse einer Studie der Universität Gießen, lässt sich ein ähnliches Fazit hinsichtlich der Auswertbarkeit intraoraler Scandaten in Bezug auf den Zahnverschleiß ziehen. Hier nutzten die Forschenden intraorale Scans (3Shape Trios® 3/Straumann) zur Beobachtung von Zahnverschleiß am ersten Unterkiefermolaren bei 109 jungen Erwachsenen über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Die Aufnahmen vom Zeitpunkt des Beginns der Studie wurden mit denen nach Ende des Beobachtungszeitraums zur Darstellung und Auswertung überlagert und mithilfe einer 3D-Analysesoftware entsprechend beurteilt. Bereits die Baseline-Aufnahmen zeigten eine deutliche Abnutzung fast aller in die Studie eingeschlossenen Testmolaren, lediglich bei einem ließen sich keine Spuren von Abnutzung nachweisen. Nach Ende der Beobachtungszeit belegte die Überlagerung der Scandaten einen weiteren, vertikalen Verlust der Zahnsubstanz der Testmolaren. Dieser zeigte sich vor allem an mesiobukkalen Höckern (38/47 µm), distobukkalen (33/39 µm), mesiolingualen (26/40 µm), distolingualen (27/36 µm) und distalen Höckern (25/34 µm). [2]