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  • ·Fachbeitrag ·Mikrobiologie

    Gewinnung subgingivaler Plaqueproben mit Mundspülung statt mit Papierspitzen?

    | Die Entnahme von subgingivalen Plaqueproben mit Papierspitzen ist zeitaufwändig und nicht immer einfach durchzuführen. Speichel jedoch ist einfach, billig und schnell zu gewinnen und enthält Bakterien aller intraoralen Flächen. An der Universität Frankfurt wurde deshalb untersucht, ob eine Probenentnahme mittels Mundspülung die Papierspitzen ersetzen kann. |

     

    Bei 50 Patienten mit unbehandelter aggressiver oder generalisierter schwerer chronischer Parodontitis wurden Proben für mikrobiologische Analysen genommen: sowohl mit einer Mundspülung als auch aus den jeweils tiefsten Taschen jedes Quadranten. Für die Mundspülung spülten die Patienten für 30 Sekunden mit 10 ml steriler isotoner Kochsalzlösung. Die Entnahme der subgingivalen Plaqueproben erfolgte mittels Papierspitzen nach relativer Trockenlegung.

     

    Die Proben wurden zur Bestimmung von Parodontalpathogenen mittels eines PCR-basierten Gensondentests (micro IDent® plus/ Hain Lifescience) analysiert. Hier zeigte sich für die Schlüsselkeime A. actinomycetemcomitans und P. gingivalis sowie für die Parodontalpathogene T. forthysensis, T. denticola, P. intermedia, F. nucleatum, E. Corrodens sowie Capnocytophaga spp. kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Plaqueproben aus Papierspitzen oder Mundspülung.

     

    PRAXISHINWEIS | Das Gewinnen von Plaqueproben mittels Mundspül-Probe könnte das aufwendigere und zeitintensivere Entnahme-Verfahren mittels Papierspitzen ersetzen.

     

    Quelle

    • Nickles K et al. Vergleich zweier Verfahren zur Gewinnung subgingivaler Plaqueproben: subgingivale Papierspitzen oder Mundspülprobe? Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie, Münster, 18.-20. September 2014.
    Quelle: Ausgabe 12 / 2014 | Seite 8 | ID 43078680