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  • · Fachbeitrag · Materialtest

    Wie druckbeständig sind Schienenmaterialien?

    Aufbissschienen sind gängiger Bestandteil der Bruxismusbehandlung zur Reduzierung der Okklusionskräfte. Welcher Belastung verschiedene Schienen, auf unterschiedliche Weise gefertigt, standhalten können, untersuchten kürzlich Forschende der Universität Regensburg unter Laborbedingungen.

     

    Im Ergebnis zeigten die mit einer Universalprüfmaschine punktuell mit bis zu 50 N okklusal und bukkal belasteten Schienen (gegossen: Palapress® vario / Kulzer; thermogeformt: Erkodur / Erkodent, 1 mm bzw. 1,5 mm; gefräst: Bio Splint P HI, Bio Splint C / beides Dental Direct, ClearSplint® / technoDENT; 3D-gedruckt: LuxaPrint Ortho Plus / DMG) deutliche Unterschiede. Die Verformung bzw. Durchbiegung durch die auf die Schienenmaterialien wirkenden Kräfte lagen in einem Bereich zwischen 0,8 und 2,7 mm. Die höchsten Werte erzielten dabei das thermogeformte Erkodur (1 mm Stärke) und das gefräste ClearSplint, die niedrigsten erreichten Bio Splint P HI (gefräst) und Erkodur (1,5 mm, thermogeformt). Damit liefert die Pilotstudie wichtige Erkenntnisse für die evidenzbasierte Materialauswahl in der Bruxismus-Behandlung.

     

    Quelle

    • Merle CL et al. Deflection of occlusal splints under bruxism-like conditions: An exploratory in vitro investigation. Clin Oral Investig. 2026;30(7):295. doi.org/10.1007/s00784-026-06965-x.
    Quelle: Ausgabe 09 / 2026 | Seite 6 | ID 50919497