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  • · Fachbeitrag · Körpermodifikationen

    Susuks und „Goldfadenfacelift“: Rätselhafte Nadeln und Fäden im Röntgenbild

    | Aus religiös-rituellen Gründen, aber auch als schönheitschirurgische Maßnahme werden Nadeln (sogenannte Susuks) oder Goldfäden auch im Gesichtsbereich inseriert. Bei der klinischen Untersuchung lassen sich Susuks oder Goldfäden nicht nachweisen. Aufgrund der röntgendichten Struktur reduzieren sie aber die Qualität der Röntgenbilder und können bei Unwissenheit fehlinterpretiert werden, berichten Zahnmediziner der ­Universität Heidelberg. |

     

    Bei dem „Goldfadenfacelift“ handelt es sich um eine nicht-chirurgische Art des Facelifts, die ursprünglich in Russland entwickelt wurde. Durch das Einbringen von Goldfäden in das Weichgewebe soll es aufgrund einer Kontraktion der Myofibroblasten zu einer Reduktion der bindegewebigen ­Eigenelastizität ‒ und hierdurch zu einer sichtbaren Straffung der Gesichtshaut ‒ kommen.

     

    Eine 59-jährige russische Patientin stellte sich den Autoren zur präimplantologischen Ober- und Unterkieferaugmentation mittels freier Kalottentransplantate vor. Bei der digitalen Panoramaschichtaufnahme zeigten sich zahlreiche netzartig angeordnete röntgendichte Streifen im gesamten Mittel- und Untergesicht. Mittels digitaler Volumentomographie konnte der Verlauf der Goldstreifen dreidimensional dargestellt werden. Die Patientin war mit dem Ergebnis der in Russland erfolgten Behandlung sehr zufrieden. Beschwerden im Sinne einer Fremdkörperreaktion mit Spannungsgefühlen oder Schmerzen bestanden zu keiner Zeit. [1]