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  • ·Article ·Klebetechnik

    Vollkeramikinlays: Schwachpunkt bei der Adhäsion ist wohl der Zahnarzt

    | Der gegenwärtige Standard der Adhäsivtechnik bezüglich der Beständigkeit der Klebefuge ‒ passgenaue Fertigung und sachgemäße Insertion vorausgesetzt ‒ ist so hoch, dass der klinische Erfolg von Vollkeramikinlays nicht von der Wahl des Befestigungszements limitiert wird. Auch die Befestigungssysteme, die in einer In-vivo-Studie der Universität Erlangen-Nürnberg untersucht wurden, zeigten keine relevanten Unterschiede. Schwachpunkt ist wohl der Zahnarzt. |

    Probleme des adhäsiven Vorgehens

    Da die Retention der Restauration als solche heute als technisch beherrscht gelten darf, ist der Verlust der marginalen Integrität der in der Praxis maßgeblich limitierende Faktor für die Lebensdauer. Frankenberger und Krämer sehen in erster Linie Verarbeitungsprobleme beim adhäsiven Vorgehen als bedeutsam für die Beeinträchtigung des Haftmechanismus und der Belastbarkeit der Klebefuge an. Ein entscheidender Faktor für die Qualität des adhäsiven Verbunds ist also das korrekte Vorgehen des Behandlers im entscheidenden „Zeitfenster“ von wenigen Minuten Länge bei dem adhäsiven Vorgehen und der Insertion.

     

    Dieser Argumentation folgend sind die Komplexität und Techniksensitivität, die wiederum Fehlerquellen bedeuten, die größten Nachteile des adhäsiven Vorgehens. Eine Vereinfachung der Applikation ist nicht nur aus ökonomischen Gründen, sondern auch aus der Perspektive der Fehlervermeidung wünschenswert. Die Tendenz hin zu einfachen anwendbaren Systemen ist allerdings kritisch zu sehen: Langzeiterfahrungen fehlen und erste Daten legen nahe, dass die Effektivität dieser Systeme nicht unbedingt an den Goldstandard heranreicht.