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Invasive Eingriffe: Auf den Hund gekommen …
Zahnarztangst bei Kindern ist häufig mit Vermeidungsverhalten, Behandlungsverzögerungen, erhöhten Schmerzreaktionen und einer stärkeren Abhängigkeit von Sedierungen bei zahnärztlichen Eingriffen verbunden. Forschende aus den USA beschäftigten sich mit einem nicht-pharmakologischen Ansatz und starteten eine Pilotstudie mit Therapiehund.
Insgesamt wurden bei 39 Kindern (7–14 J.) invasive zahnärztliche Eingriffe (mit und ohne Unterstützung eines ausgebildeten Therapiehundes) durchgeführt. Dabei wurden objektive Messungen (z. B. Speichelkortisol, Alpha-Amylase, Herzfrequenz, Videodokumentation von Verhalten) vor, während und nach der OP durchgeführt und auch subjektive Einschätzungen (Angst, Furcht, Schmerz) aufgenommen. Im Ergebnis zeigten Kinder, die mit dem Hund in Kontakt kamen, weniger Schmerzen post-OP, geringere Herzfrequenzschwankungen während des Eingriffs und insgesamt eine entspanntere Körperhaltung. Die Unterstützung durch den Hund wird als sicher, gut verträglich und praktikabel beschrieben, was die Machbarkeit unterstreicht, und Potenzial liefert, Stress und Schmerzen bei invasiven Eingriffen zu senken.
Quelle
- Massouda J et al. Evaluating effects of animal-assisted therapy on paediatric dental care patients: A pilot clinical trial. J Am Dent Assoc 2025 Jun,156(6):447–457, doi.org/10.1016/j.adaj.2025.03.006.