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  • · Coronavirus-2-Pandemie

    Wer ist für eine „lange COVID“ prädestiniert?

    Bild: ©Andreas Prott - stock.adobe.com

    | Ein Teil der mit SARS-CoV-2-Infizierten hat kaum Symptome und bringt die Erkrankung relativ schnell hinter sich. Es gibt jedoch immer mehr Patientenfälle, die mehrere Wochen, sogar noch über Monate an fortbestehenden Symptomen von COVID-19 leiden. Epidemiologen des King´s College in London haben nun anhand von Daten einer „Symptom-App“ versucht, herauszufinden, welche Personen für einen langen Krankheitsverlauf besonders prädestiniert sind. |

    Ältere, Frauen und ein hoher BMI erhöhen das Risiko

    Die Londoner Wissenschaftler untersuchten gemeinsam mit einem internationalen Team die Daten von 4.182 Nutzern, die alle positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden waren und ihre Symptome in einer App protokollierten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass ältere Menschen, Frauen und Patienten mit erhöhtem BMI, ein höheres Risiko hatten, länger erkrankt zu sein. Bei Symptomen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Atemnot und Geruchsverlust (Anosmie) war ein langer Krankheitsverlauf wahrscheinlicher. Ebenso war das Auftreten von mehr als fünf Symptomen innerhalb der ersten Krankheitswoche mit einer längeren Erkrankungsdauer assoziiert.

    Forscher entwickelten ein Vorhersagemodell

    Aufgrund dieser Ergebnisse entwickelten die Forscher ein Modell, welche Menschen künftig ein höheres Risiko haben würden, länger von COVID-19-Symptomen betroffen zu sein. Sie testeten ihr Modell an 2.472 Personen, die Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Blut hatten und schon in der Frühphase der Erkrankung von vielen unterschiedlichen Symptomen berichtet hatten. Nach sieben Tagen konnten die Forscher zu 76 % eine korrekte Vorhersage treffen.