· Fachbeitrag · CMD-Screening
CMD: Aktualisierter Screeningbogen erleichtert Diagnose-Einstieg
Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) sind oft komplex und chronifizieren rasch. Eine aktuelle Untersuchung stellt das kürzlich von der Dt. Ges. für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT) e. V. aktualisierte CMD-Screeninginstrument ( dgfdt.de/richtlinien_formulare ) etablierten Tools gegenüber.
Zunächst wurden die Probanden anhand des internationalen Diagnoseprotokolls „Diagnostic Criteria for Temporomandibular Disorders“ als Referenzstandard untersucht, dann verglich man das aktualisierte DGFDT-CMD-Screening mit dem „CMD-Kurzbefund“ (Ahlers/Jakstat) und den drei CMD-Screeningfragen nach Lövgen et al. (3Q/TMD). Die statistisch optimierte DGFDT-Screening-Version erreichte je 100 Prozent Sensitivität/Spezifität. Auch die klinisch modifizierte Version mit reduzierter Gewichtung von „Geräusche im Kiefergelenk“ und Einbezug von „Okklusionsstörungen“ lieferte hohe Werte in der Primäranalyse (84,6 % Sensitivität, 100 % Spezifität) und in der vordefinierten Sensitivitätsanalyse (ohne isolierte, schmerzfreie Kiefergelenkgeräusche; 98,1 % Sensitivität, 100 % Spezifität). Etablierte Tools wiesen dagegen in der Primär- und Sensitivitätsanalyse geringere Sensitivitäten auf („CMD-Kurzbefund“: 73,8 %, 3Q/TMD: 75,4 % resp. „CMD-Kurzbefund“: 85,2 %; 3Q/TMD: 90,7 %).
Quelle
- Faulhaber RM, Peroz I, Peroz S. Prospective clinical validation of an optimized TMD screening tool: Results of a two-stage validation process. Clin Oral Invest 2026, 30,316. doi.org/10.1007/s00784-026-06995-5.