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·Fachbeitrag ·Bruxismus

Knirscher-Behandlung: Patienten favorisieren die MCP-Schiene

| Die Ergebnisse einer Kölner Studie zeigen, dass jede der verwendeten Schienen eine deutliche Besserung der mit Bruxismus vergesellschafteten Symptome mit sich bringt. Die einzelnen Schienenarten ließen keine therapeutisch bedeutsamen Unterschiede erkennen – allerdings wurde die MCP-Schiene von den Patienten besser akzeptiert. |

 

Bruxismus-Patienten im Alter zwischen 18 und 34 Jahren wurden mit je drei unterschiedlichen Schienenarten behandelt: (1) tiefgezogene Knirscherschiene (Erkoloc®, Erkodent), (2) intraoral equilibrierte MCP-Schiene (Erkodur®, Erkodent+Palapress®, Kulzer), (3) equilibrierte Zentrik-Schiene (Erkodur®+Palapress®) nach Stützstift-Registrat und intraoraler GBN-Bestimmung. Alle Schienen wurden im Unterkiefer eingegliedert und führten zu einer Verringerung des IOA von 2,6±0,2 mm im Schneidezahnbereich. Jede Schienenart wurde von den Patienten in randomisierter Reihenfolge jeweils drei Wochen nachts getragen. Zwischen den Trageperioden wurde eine schienenfreie Periode von jeweils drei Wochen eingehalten.

 

Alle Patienten ließen beim Tragen einer Schiene um 64±17 Prozent verringerte Muskel- und Gelenkbeschwerden erkennen. Die Beweglichkeit ausgewählter Zähne verringerte sich durch die Schienenbehandlung um 28±16 Prozent. Weder für die Änderungen der Muskel-Gelenk-Symptome noch für die der Zahnbeweglichkeit ergaben sich schienenspezifsche Unterschiede. Allerdings ließ die Auswertung des subjektiven Tragekomforts eine Favorisierung der MCP-Schiene erkennen.

 

Quelle

  • W Niedermeier: Bruxismus-Behandlung unter Verwendung verschiedenartiger Schienen. 44. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT). Bad Homburg, 2.-3. Dezember 2011
Quelle: Ausgabe 01 / 2012 | Seite 6 | ID 31003740