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  • ·Fachbeitrag ·Ausblick

    Zahnmedizinische Herausforderungen in den nächsten Jahren

    | Auf dem Kongress „Kinderzahnheilkunde meets Zahnerhaltung“ stellten Prof. Dr. A. Rainer Jordan (Wissenschaftlicher Direktor des Instituts der Deutschen Zahnärzte in Köln), PD Dr. Michael Wicht (Leitender Oberarzt im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Uniklinik Köln) und PD Dr. Falk Schwendicke (stellvertretender Abteilungsleiter und Oberarzt der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin an der Charité Berlin) die kommenden Herausforderungen für Zahnmediziner dar und leiteten daraus die Notwendigkeit neuer Konzepte ab. |

    Karies ist deutlich zurückgegangen und tritt später ein

    Seit der ersten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS I) [3] aus den Jahren 1989 und 1992 hat die Karieserfahrung bei Kindern eine bemerkenswerte Entwicklung genommen: Der Kariesindex DMFT sank bei 12-Jährigen von 4,9 auf heute 0,5 (DMS V, 2014). [4] Prof. Dr. A. Rainer Jordan, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts der Deutschen Zahnärzte in Köln, stellt jedoch fest: „Trotz des Rückgangs auf nur zehn Prozent des damaligen Wertes bestehen deutliche soziale Ungleichheiten. Obwohl sich die Erkrankungslasten in allen sozialen Schichten reduziert haben, sind Kinder aus gut gestellten Familien nur halb so oft betroffen.“

     

    Laut DMS V stellt sich die Situation auch bei Erwachsenen und Senioren besser dar. Seit den 90er-Jahren ist bei Senioren ein Rückgang der Zahnverluste von 17,6 (1997; DMS III) auf 11,1 fehlende Zähne (2014; DMS V) zu vermerken. Auch die 35- bis 44-Jährigen haben seit 1997 durchschnittlich drei Füllungen weniger: Die Prävention scheint sich also auch im Erwachsenenalter auszuwirken. [5]