Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
logo
  • Meine Produkte
    Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen.
Menu Menu
MyIww MyIww
  • · Fachbeitrag · Anamnesebogen „häusliche Gewalt“

    Zahnmediziner unterstützen Gewaltopfer

    Mit einem speziellen Befundbogen können Zahnärzte Spuren häuslicher Gewalt bei Patienten dokumentieren und den Opfern auch weiterführende Hilfe anbieten. Entwickelt wurde dieser Anamnesebogen vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Verletzungen durch häusliche Gewalt in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist. Die Dunkelziffer der Fälle von häuslicher Gewalt ist hoch. Manche Spuren von Gewalt, insbesondere im Schleimhautbereich der Mundhöhle, sind nur wenige Tage nachweisbar. Hier hilft der Befundbogen, diese sofort und umfassend zu dokumentieren.

     

    Praxistipp |

    Der Zahnarzt bekommt oft als erster und zum Teil auch als einziger Mediziner die Opfer von familiärer Gewalt zu Gesicht. Denn im Unterschied zu Verletzungen wie Prellungen und Verbrennungen heilen abgebrochene Zähne und Brüche im Kieferbereich nicht, wenn sie unbehandelt bleiben. Daher kann die frühzeitige zahnmedizinische Dokumentation für die spätere strafrechtliche Verfolgung von entscheidender Bedeutung sein. Den Bogen können Sie unter www.iww.de nach Ihrem Login in „myIWW“ in der Rubrik „Arbeitshilfen“ herunterladen.

     

    Quelle

    • Pressemitteilung des Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 15. September 2011

     

    Quelle: Ausgabe 11 / 2011 | Seite 1 | ID 29969530