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MPU

Schadenersatz wegen fehlerhafter medizinisch-psychologischer Begutachtung

Ist das Gutachten mangelhaft, so ist die MPUverpflichtet, dem Probanden die Kosten des Gutachtens zu erstatten (AGEssen 22.3.02, 16 C 4/01). (Abruf-Nr. 020660)

Entscheidungsgründe und Praxishinweis

Die Klägerin, ein Institut mitTätigkeitsschwerpunkt im psychotherapeutischen Bereich, nahm denTÜV aus abgetretenem Recht auf Schadenersatz wegen fehlerhafterBegutachtung in drei Fällen in Anspruch. Gegenstand der Klagewaren lediglich die Gutachterkosten, keine Folgeschäden. Das AGholte zur Klärung der erhobenen Mängelvorwürfe einSachverständigengutachten ein und entschied sodann in zwei derdrei Fälle zu Gunsten der Klägerin. Anspruchsgrundlage war§ 635 BGB a.F. Sachverständig beraten, stellte das Gericht inzwei Fällen eindeutige Fehler bei der Untersuchung und Beurteilungder Probanden fest.

Ansprüche dieser Art sind nicht seltenerfolgreich, wie der „MPU-Experte“ Gehrmann im Handbuch desStraßenverkehrsrechts, herausgegeben von Berz/Burmann, bemerkt(19 F Rn. 1). Nähere Hinweise dort und bei Gehrmann/Undeutsch, MPU.

(Urteil eingereicht von RA Heinrich Werner, Paderborn)

Quelle: Verkehrsrecht aktuell - Ausgabe 07/2002, Seite 104

Quelle: Ausgabe 07 / 2002 | Seite 104 | ID 107007