14.08.2020 · Nachricht aus UE · Ausfallschaden
Auch das OLG München positioniert sich klar gegen eine Pflicht des Geschädigten, zur Geringhaltung des Ausfallschadens seine Vollkaskoversicherung in Anspruch zu nehmen. Denn es sei schwierig, den Rückstufungsschaden über mehrere Jahre hinweg durchzusetzen.
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12.08.2020 · Nachricht aus UE · Ausfallschaden
Wenn der Geschädigte zur Ersatzbeschaffung aus eigenen Mitteln nicht in der Lage ist und wenn er das dem gegnerischen Versicherer mitgeteilt hat, spricht es nicht gegen seinen Nutzungswillen, wenn er sich erst drei Monate nach dem Unfall mit Totalschadenfolge ein Fahrzeug anschafft. So entschied das OLG München. Denn erst mit dem kurz zuvor gezahlten Schadenersatzbetrag konnte der Geschädigte das Fahrzeug erwerben.
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11.08.2020 · Nachricht aus UE · Kasko
Können die gespeicherten Fahrzeugdaten Aufschluss darüber geben, ob sich der Unfall so ereignet hat, wie vom Versicherungsnehmer (VN) angegeben, führt die Weigerung des VN, die Daten auslesen zu lassen, zur Leistungsfreiheit des Versicherers, entschied das LG Köln.
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06.08.2020 · Nachricht aus UE · Neuwertentschädigung
Wenn die Voraussetzungen der Neuwertentschädigung im Haftpflichtfall vorliegen (Unfall mit erheblichem Schaden am Fahrzeug mit weniger als 1.000 km Laufleistung und weniger als einem Monat Nutzungszeit), schadet es für die Neuwertentschädigung nicht, wenn der Geschädigte erst die Haftungsklärung abwartet (hat vier Wochen gedauert) und der ersatzweise beschaffte Neuwagen aufgrund der Lieferzeit erst drei Monate später geliefert wird, entschied das AG Lippstadt.
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05.08.2020 · Nachricht aus UE · Neuwertentschädigung
Erhält der Geschädigte beim Kauf eines Fahrzeugs einen Rabatt in Höhe von 15 Prozent, den der Fahrzeug-Hersteller „Menschen mit Behinderung“ ohne Verhandlungen gewährt, ist dieser Rabatt auf die Neuwertentschädigung (Unfall mit erheblichem Schaden an Fahrzeug mit weniger als 1.000 km Laufleistung und weniger als einem Monat Nutzungszeit) anzurechnen. Damit hat der BGH – wie von UE vorhergesagt – die Entscheidung des OLG Frankfurt a. M. bestätigt (BGH, Urteil vom 14.07.2020, Az.
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04.08.2020 · Nachricht aus UE · Fiktive Abrechnung
Verweigert die Werkstatt, auf die der Versicherer bei der fiktiven Abrechnung verweist, auf telefonische Nachfrage Auskunft zu deren Stundenverrechnungssätzen, darf der Geschädigte und Kläger zu Recht davon ausgehen, dass die vom Versicherer benannten Beträge nicht die allgemeinen Aushangpreise sind. Er darf davon ausgehen, dass es sich um Sonderpreise für den Versicherer handelt, entschied das AG Kerpen.
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03.08.2020 · Nachricht aus UE · Reparaturkosten
Enthält ein im Auftrag des Versicherers erstellter Prüfbericht die Formulierung „Die vorliegende Kalkulation zur fiktiven Abrechnung wurde im Auftrag und nach Vorgaben der xy-Versicherung geprüft“, erweckt bereits das Zweifel an der fachlichen Unabhängigkeit. Denn das erweckt den Anschein, dass das Ergebnis nicht in eigener Verantwortung, sondern nach den Vorgaben des Auftraggebers entstanden ist, entschied das AG Kerpen.
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01.08.2020 · Nachricht aus UE · Editorial August 2020
Dass Versicherer Durchschnittsbeträge zur Obergrenze des Üblichen erklären wollen, daran haben wir uns alle gewöhnt. Und wir können alle das Verslein aufsagen: „Ein Durchschnitt setzt sich zwangsläufig aus höheren und niedrigeren Beträgen zusammen. Sonst wäre es kein Durchschnitt.“
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29.07.2020 · Fachbeitrag aus UE · Schadenabwicklung/Haftpflicht
„Wir haben Ihnen doch gesagt/geschrieben, dass Sie ...“, argumentieren Versicherer häufig, und meinen, der Geschädigte habe sich an diese Regieanweisungen halten müssen. Weil er es nicht getan habe, seien die Aufwendungen in der unter Verstoß gegen die Anweisungen entstandenen Höhe nicht erforderlich im Sinne des Schadenrechts. Oder aber der Geschädigte habe gegen seine Schadenminderungspflicht verstoßen. Wann kann der Versicherer damit Recht behalten, wann ist er auf verlorenem ...
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29.07.2020 · Fachbeitrag aus UE · Schadenabwicklung
Ein Stoßfänger kommt selten ohne Gebrauchsspuren durch das Autoleben. Leichte und auch tiefe Kratzer sind an der Tagesordnung. Und so stehen Schadengutachter und Anwälte oft vor dem Problem: Ist es für die Schadenregulierung relevant, wenn der erneuerungsbedürftig beschädigte Stoßfänger schon Kratzer hatte, die nun zwangsläufig mit beseitigt werden? Ein Urteil der Berufungskammer des LG Münster zu einem Haftpflichtschaden kommt zum Ergebnis: Bei Kratzern ist kein Abzug vorzunehmen.
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