22.10.2020 · Nachricht aus UE · Abschleppkosten
Ruft die Polizei den Abschleppunternehmer an die Unfallstelle, scheidet ein Auswahlverschulden des Geschädigten im Hinblick auf die Abschleppkosten aus. Wenn Preis und Leistung dann nicht in einem für Laien auffälligen Missverhältnis stehen, muss der gegnerische Haftpflichtversicherer die Abschleppkosten in voller Höhe ersetzen. Er kann sich die von ihm behaupteten Rückforderungsansprüche des Geschädigten gegen den Abschleppunternehmer wegen Rechnungsüberhöhung abtreten lassen und ...
> lesen
08.10.2020 · Fachbeitrag aus UE · Kostenvoranschlag
Der gegnerische Haftpflichtversicherer hat den noch nicht neutral beratenen Geschädigten am Telefon. Der Geschädigte folgt den „Ansagen“ des Sachbearbeiters. Er besorgt einen Kostenvoranschlag, reicht den beim Versicherer ein und repariert in Eigenregie. Und zack, da sitzt er in der Falle. Ein solcher Vorgang ist Grundlage einer Leserfrage eines Rechtsanwalts.
> lesen
05.10.2020 · Nachricht aus UE · Restwert
Auch wenn die Werkstatt für den Kunden den Kontakt zum Schadengutachter hergestellt hat, ist für die Restwertfrage nicht auf die Rechtsprechung des BGH zum Autohaus als Geschädigtem, sondern auf dessen Rechtsprechung zur Regelfallgruppe des nicht gewerblich mit der Verwertung von Gebrauchtwagen befassten Verkehrsunfallgeschädigten abzustellen, entschied das AG Wuppertal. D. h., dem Geschädigten werden keine Sonderkenntnisse zugerechnet.
> lesen
02.10.2020 · Nachricht aus UE · Reparaturkosten
Kann aus den vom Auffahrunfall herrührenden Beschädigungen im Umfeld der Anhängerkupplung darauf geschlossen werden, dass nennenswerte Kräfte auf sie eingewirkt haben, ist nicht auszuschließen, dass die Schwenkvorrichtung Schaden genommen hat. Das genügt, um ihren Austausch schadenrechtlich erforderlich zu machen, entschied das AG Aalen.
> lesen
01.10.2020 · Nachricht aus UE · Editorial Oktober 2020
Der Versicherer kürzt die Verbringungskosten auf den ihm genehmen Phantasiebetrag. Die Anwältin reklamiert, dass das schadenrechtlich nicht haltbar ist, weil der Geschädigte keinen Einfluss darauf hat, in welcher Höhe die von ihm ausgewählte Werkstatt Verbringungskosten berechnet. Der Versicherer schreibt zurück und verweist auf die Stellungnahme des Prüfdienstleisters. Deshalb bleibe man bei der Abrechnung.
> lesen
29.09.2020 · Nachricht aus UE · Reparaturkosten
„Es sind auch die Kosten für die Fahrzeugdesinfektion zu erstatten. Eine solche ist in Zeiten der Corona-Pandemie nach erfolgter Reparatur eines Fahrzeugs, die ein Berühren des Fahrzeugs durch Dritte erfordert, notwendig. Der Betrag ist auch der Höhe nach nicht zu beanstanden, sondern für den Material- und Arbeitseinsatz angemessen (§287 ZPO).“ So entschied das AG Heinsberg. Dabei ging es um einen Betrag von 60,87 Euro.
> lesen