22.07.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Disziplinarverfahren
Das VG Saarlouis hat am 24.4.11 (7 L 208/11, Abruf-Nr. 112376) entschieden, dass ein Finanzbeamter, der nach den tatsächlichen Feststellungen eines rechtskräftigen Strafurteils 14 Tage nach seiner Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit damit beginnt, seinen Dienstherrn zu betrügen und hierbei einen Schaden von rund 8.000 EUR verursacht, voraussichtlich aus dem Beamtenverhältnis zu entfernen ist. Der Antragsteller war aufgrund seiner dienstlichen Tätigkeit in der Lage, zwei nicht existierende ...
> lesen
22.07.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Steuerhinterziehung
Vereinbaren die Parteien eines Vertrags zur Durchführung einer Hochzeit, die Gegenleistung zum Zwecke der Steuerhinterziehung werde „schwarz“ gezahlt, ist der gesamte Vertrag nichtig (OLG Frankfurt 16.5.11, 19 W 29/11, Abruf-Nr. 112375). Auch der beanspruchte Schadenersatzanspruch für entgangene Geschenke von 220 Personen wegen vertragswidrig nicht durchgeführter Veranstaltung lässt sich nicht nach dem „durchschnittlichen Wert eines Hochzeitsgeschenks abzüglich der Bewirtungskosten ...
> lesen
22.07.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Betriebsprüfung
Nach einer Entscheidung des FG Schleswig-Holstein (1.2.11, 3 K 64/10, Abruf-Nr. 111535) kann nach § 146 Abs. 2b AO ein Verzögerungsgeld zwischen 2.500 EUR und 250.000 EUR festgesetzt werden, wenn ein Steuerpflichtiger seinen Pflichten zur Einräumung des Datenzugriffs oder zur Vorlage von Unterlagen im Rahmen der Betriebsprüfung nicht fristgemäß nachkommt. Sofern nur der Mindestbetrag von 2.500 EUR gefordert wird, ist hierfür keine Begründung erforderlich.
> lesen
22.07.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Betriebsprüfung
Die allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Änderung der BpO (8.7.11, BR-Drucks. 330/11) sieht für Anordnungen nach 2011 erstmals bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen für eine zeitnahe Betriebsprüfung vor. Die Prüfung umfasst zumindest den letzten VZ, für den eine Steuererklärung abgegeben wurde. Sie kann aber auch mehr als ein Jahr umfassen.
> lesen
22.07.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Zollrecht
Unterlässt es ein Reisender, sich über die Bedeutung des grünen und des roten Ausgangs Klarheit zu verschaffen, und benutzt er mit abgabepflichtigen Waren den grünen Ausgang, begeht er dadurch eine zumindest leichtfertige Abgabeverkürzung, die als OWi geahndet werden kann; bei Vorsatz droht ihm eine Strafverfolgung wegen Steuerhinterziehung. Anstelle einer Ahndung als OWi kann allerdings von der Zollbehörde - neben den Einfuhrabgaben - ein Zollzuschlag (höchstens) in Höhe der ...
> lesen
21.07.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Umsatzsteuer
Mit dem „Steuerverkürzungsbekämpfungsgesetz“ wollte der Gesetzgeber die „Umsatzsteuerkarusselle effektiv bekämpfen“. Sein Verbrechenstatbestand § 370a AO ist heute Geschichte. Nun scheint der Gesetzgeber auch die zum 1.1.02 eingeführten Tatbestände §§ 26b, 26c UStG nicht mehr als geeignete Instrumente zur Eindämmung des „Umsatzsteuerbetrugs“ zu betrachten: Infolge einer Änderung des § 18 UStG drohen diese verfassungsrechtlich bedenklichen und bisher ineffektiven Normen ...
> lesen
19.07.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Tabaksteuergesetz
Mit Urteil vom 9.6.11 hat der BGH im Zusammenhang mit der Strafzumessung bei Zigarettenschmuggel und Hinterziehung von Verbrauchsteuern Stellung genommen und dabei die Bestrafung des Steuerhinterziehers wegen Steuerhehlerei bestätigt (BGH 9.6.11, 1 StR 21/11, PStR 11, 194, Abruf-Nr. 112357 ).
> lesen
18.07.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Steuerhinterziehung
Die strafgerichtliche Verurteilung als solche, auch wenn sie wegen eines Steuerdelikts erfolgte, ist ein Indiz für bestehende charakterliche Unzulänglichkeiten und damit für die Unzuverlässigkeit in waffenrechtlicher Hinsicht (VG Berlin 4.5.11, 1 K 257/10, Abruf-Nr. 112738 ).
> lesen
22.06.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Steufa-Praxis
Die Betriebsprüfung in einem Großbetrieb war schon fast abgeschlossen, als dem Prüfer die restlichen von ihm angeforderten Unterlagen übergeben wurden. Da die Schlussbesprechung unmittelbar bevorstand, blätterte er die Unterlagen kurz durch; er stolperte über die Zusammenstellung der Lohnunterlagen für die persönliche Sekretärin des Geschäftsinhabers.
> lesen
22.06.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Der Steuerberater fragt, der Steuerstrafverteidiger antwortet
Steuerberater sehen sich bei der Erstellung von Jahresabschlüssen und steuerlichen Gewinnermittlungen erheblichen Risiken ausgesetzt. Die berufsrechtlichen Verpflichtungen können hierbei mit den - nicht zwingend legitimen - Interessen des Mandanten kollidieren. Eine Verletzung der berufsrechtlichen Pflichten muss dabei aber nicht unbedingt auch strafrechtlich relevant sein.
> lesen