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  • ·Parodontalchirurgie

    Therapieplan: Multiple Rezessionsdeckung mit Gewebematrix

    Bild:©Ralf Geithe - stock.adobe.com

    von Dental-Betriebswirtin Birgit Sayn, ZMV, sayn-rechenart.de

    | In der plastisch-ästhetischen Parodontalchirurgie spielen Rezessionsdeckungen eine wichtige Rolle. Moderne Techniken und Materialien erlauben die Wiederherstellung von verloren gegangenem Weichgewebe bei reduzierten chirurgischen Protokollen. Der Einsatz von xenogenen (von einer anderen Spezies stammenden) Transplantaten anstelle von autologem (körpereigenem) Weichgewebe verhindert ein zweites Wundgebiet zur Entnahme autologer Transplantate und reduziert die postoperative Morbidität erheblich. Welche Leistungen sind berechenbar? |

    Therapievarianten

    Zur Deckung von gingivalen Rezessionen wurde eine Vielzahl unterschiedlicher chirurgischer Techniken beschrieben. Von koronalen Verschiebelappen über Envelope-Techniken und lateralen Verschiebelappen in den unterschiedlichsten Modifikationen, bis zu den Tunneltechniken stehen einige Therapievarianten zur Verfügung. Insbesondere bei Patienten mit dünnem gingivalen Biotyp, bei denen ein autologes Transplantat erforderlich ist, kann eine azelluläre Matrix ein Bindegewebstransplantat ersetzen. Der Wegfall der Entnahme des autologen Transplantats bei dieser Indikation sichert ein schnelles, einfaches und gering invasives Verfahren für den klinischen Anwender.

    Der Fall: Befund, Aufklärung und Therapie

    Die Zähne 14, 24, 25, 26 eines vollgezahnten Patienten zeigen ausgeprägte Gingivarezessionen. Nach Anamnese, klinischer und röntgenologischer Diagnostik wird der Patient ausführlich über die Möglichkeit der Verwendung autologen Gewebes und alternativ einer azellulären dermalen Matrix (z. B. Fibro-Gide®, Mucoderm®, Novomatrix) porcinen Ursprungs (vom Schwein stammend) aufgeklärt. Nach gemeinsamer Erörterung entscheidet sich der Patient für eine Rezessionsdeckung mit xenogenem Material.