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Zahnersatz
Allianz-"Partnerlabor" nicht in Handwerksrolle
von Rechtsanwältin Doris Mücke, Bad Homburg
Im September 2003 hatte die Allianz KV in ihrer Kundenzeitschrift "eins" über eine besondere "Serviceleistung" berichtet: Sie hatte ihre Mitglieder darüber informiert, dass sie mit mehreren Dentallabors eine Vereinbarung geschlossen habe, die eine kostengünstige zahntechnische Versorgung garantiere (siehe "Privatliquidation aktuell" Nr. 10/2003). Besonders hervorgehoben wurde, dass die Arbeiten der namentlich genannten Vertragslabore dem in Deutschland üblichen Qualitätsstandard entsprächen. Laut Vergleichsberechnung würde die Inanspruchnahme eines "Partnerlabors" eine Kostenersparung von bis zu 50 Prozent bringen.
Im aktuellen Informationsheft ist nunmehr eine Richtigstellung der Allianz zu lesen: Sie informiert ihre Mitglieder darüber, dass die von ihr vorgenommene Musterberechnung keine Allgemeingültigkeit beanspruche. Bei zahntechnischen Produkten handele es sich um Einzelanfertigungen, die von Patient zu Patient verschieden ausfallen. Deshalb sei ein für das gesamte Bundesgebiet repräsentativer Vergleich nicht möglich.
Außerdem sah sich die Allianz verpflichtet, richtig zu stellen, dass es sich bei einem von ihr benannten Partnerlabor nicht um ein Labor handele, das in die Handwerksrolle eingetragen sei, und somit kein Labor im handwerksrechtlichen Sinne darstelle. Man habe den Vertrag mit diesem Labor daher mit sofortiger Wirkung gekündigt.
Quelle: Privatliquidation aktuell - Ausgabe 12/2004, Seite 4
Quelle: Ausgabe 12 / 2004 | Seite 4 | ID 105010