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Recht

Ist das Disk-Implantat-System keine wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethode?

In der Januar-Ausgabe von „Privatliquidationaktuell” hatten wir über ein Urteil des OberlandesgerichtsDüsseldorf zur Kostenerstattung einer Zahnbehandlung nach demDisk-Implantat-System berichtet. Dazu schreibt uns Dr. Peter R.Waldecker aus Köln:

„Die aus dem Urteil 4 U 205/97 zitiertenPassagen sind wörtlich aus meinem Gutachten entnommen und werdenseitdem immer wieder zitiert, um für das Disk-Implantat-System zuwerben. Dagegen wäre grundsätzlich nichts einzuwenden, wennder Sachverhalt so wäre, wie es nach diesem Urteil des OLGDüsseldorf zu sein scheint.

Der seinerzeit untersuchte Fall war im Ergebnisinsgesamt unbrauchbar und wurde zwischenzeitlich komplett mitgleichartigen Disk-Implantaten neu versorgt. Bei der Begutachtungdieser Neuversorgung wurde festgestellt, dass auch die Zweitbehandlungvollständig gescheitert ist. Die Ursache dafür ist in demungeeigneten Disk-ImplantatSystem zu sehen. Da die ausschnittweisenZitate aus dem Urteil des OLG Düsseldorf geeignet sind, speziellunerfahrenen Implantat-Einsteigern ein unzutreffendes Bild von denbesonderen Risiken des Verfahrens zu vermitteln, erlaube ich mir, Ihnenanliegend aus meinem aktuellen, mehr als 40-seitigen Gutachten diePassagen zu übermitteln, die sich mit der wissenschaftlichenAnerkennung der Disk-Implantate befassen.“

Aus Platzgründen können wir leider dasetwa dreiseitige Zitat nicht abdrucken. Daher zitieren wir nur dasErgebnis: „Als Gutachter kann ich jedenfalls die Disk-Implantateheute nicht mehr als wissenschaftlich anerkannt bezeichnen. Als denrotationssymmetrischen Implantat-Systemen gleichwertig habe ich sie niebetrachtet. Dieser Standpunkt wird dadurch bestätigt, dass dasSystem auf der DGI-Frühjahrstagung 1999 in Münsterausdrücklich als wissenschaftlich nicht anerkannt bezeichnetworden ist.” Wer an der vollständigen Stellungnahmeinteressiert ist, kann sie bei der Redaktion (IWW-Institut, Bergstr.18, 59394 Nordkirchen) unter dem Stichwort„Disk-Implantat-System” anfordern.

Quelle: Privatliquidation aktuell - Ausgabe 02/2000, Seite 2

Quelle: Ausgabe 02 / 2000 | Seite 2 | ID 104542